17.05.2016 12:38 Uhr

Berlin skurril

Zum 1. April 1912 war in Charlottenburg eine Wohnung zu vermieten. "Mit Warmwasser und reichlich Nebengelass", der Polier auf der Baustelle wusste Bescheid. So steht es auf der gemalten Anzeige auf der Brandwand dieses Hauses in der Klaustaler Straße, die nach einem Hausabriss wieder sichtbar ist. Doch die Lücke wird erneut bebaut, dann wird die Werbung wieder verschwinden. Bis zum nächsten Abriss.

Foto: Dorothea Köhler

Berlin ist viel zu cool Ein Plädoyer für mehr "Wow!"

Ein Ritter in der U-Bahn, eine Frau mit Stoffwiesel im Haar – in Berlin wundert man sich über gar nichts mehr. Wer es dennoch tut, gilt als provinziell. So wird die großstädtische Coolness zur Pose. Dabei ist Staunen großartig, denn es beflügelt die Fantasie. Von Dominik Drutschmann mehr