Bilanz zum Olympia-Ende : Gold fürs Fernsehen

12.08.2012 00:00 Uhrvon
Spitzenwerte erzielte das ZDF mit der Übertragung des Diskusfinales der Männer. Bis zu 10,30 Millionen Zuschauer verfolgten, wie Robert Harting Gold gewann. Am Sonntag überträgt die ARD ab 9 Uhr die letzten Wettkämpfe, ab 21 Uhr 55 die Schlussfeier. Foto: dapd
Spitzenwerte erzielte das ZDF mit der Übertragung des Diskusfinales der Männer. Bis zu 10,30 Millionen Zuschauer verfolgten, wie Robert Harting Gold gewann. Am Sonntag überträgt... - Foto: dapd

Für die TV-Zuschauer sind die Olympischen Spiele in London die bisher besten – trotz einiger Totalausfälle. Und Ärgernisse wie ZDF-Mann Wolf-Dieter Poschmann.

Olympische Spiele, ZDf, ARD, Fernsehen, Poschmann Es gab, natürlich, auch Totalausfälle, schließlich geht es immer noch ums Fernsehen, um Fernsehmacher, darum, was bei uns, den Zuschauern ankommt, ob wir unterhalten werden, ob Spannung, Erkenntnis, Informationen transportiert werden. Und in den vergangenen zwei Wochen haben wir an dieser Stelle täglich über das geschrieben, was wir sahen, wenn wir die Olympischen Spiele im Fernsehen sahen, und jetzt ist es vorbei, also wie lautet nun das Urteil?

Die Olympischen Spiele in London waren die besten Olympischen Spiele bisher – jedenfalls für uns, die Fernsehzuschauer.

Daran konnte weder der eine noch der andere etwas ändern (der eine oder der andere wird im Laufe dieses Textes noch namentlich kenntlich gemacht, damit er in vier Jahren besser zu Hause bleibt). Denn was wir sahen, wenn wir einschalteten, das war vor allem: wahnsinnig gut gemachtes Fernsehen.

Wenn man so will, dann waren die Olympischen Spiele auch eine Leistungsshow der BBC – der britische Sender, der die sogenannte Weltregie verantwortete, hat dieser Welt mal eben so gezeigt, wie das mit dem Fernsehmachen im Idealfall gehen sollte: überraschende Kameraschwenks, tolle Perspektiven, atemberaubende Zeitlupen, perfekt ausgeleuchtete Sportstätten – dazu kamen natürlich eine großartige Kulisse und, irgendwie nicht unwichtig, großartige Sportler.

Einer Umfrage des Marktforschungsinstituts IFAK zufolge, bei der 1015 Personen befragt wurden, vergeben 73 Prozent der Olympiazuschauer der ARD und dem ZDF die Bestnoten „sehr gut“ oder „gut“. Dabei treffen jüngere Zuschauer (78 Prozent) und Frauen (79 Prozent) sogar noch ein etwas besseres Urteil, aber die haben in der Regel eh mehr Ahnung als alte Männer. Man sollte zwar erwähnen, dass ARD und ZDF selbst die Auftraggeber dieser Umfrage waren, allerdings gebührt ihnen das Lob auch nur zum Teil – eigentlich gebührt es der BBC, denn besonders gelobt wurden vom Publikum die „tollen Bilder von den Wettkämpfen“ (96 Prozent), bei denen die „olympische Stimmung gut rüberkommt“. Aber! Aufgepasst! Die Sachkompetenz (91 Prozent) und Ausstrahlung (92 Prozent) der Moderatoren und Kommentatoren wird überaus positiv beurteilt.

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Unser/e Leser/in blinder meint zum Artikel: Besuch im Reichstag bleibt umständlich:
Da von den aktuell 620 Abgeordneten bei den Sitzungen sowieso nur 20% anwesend sind, bleiben fast fünfhundert Sitze unbelegt. Hier könnte man doch die wartenden Besucher nach der obligatorischen Einlasskontrolle "zwischenparken".
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