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Schmökern zum Nulltarif : Das Netz ist voller kostenloser E-Books

14.12.2012 09:07 Uhrvon
An dem Projekt Onleihe nimmt auch der Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins teil. Seit Anfang des Jahres wurden 200 000 E-Books ausgeliehen. Foto: Kai-Uwe HeinrichBild vergrößern
An dem Projekt Onleihe nimmt auch der Verbund Öffentlicher Bibliotheken Berlins teil. Seit Anfang des Jahres wurden 200 000 E-Books ausgeliehen. Foto: Kai-Uwe Heinrich

Bibliotheken, Online-Buchhändler und das Gutenberg-Projekt: Legalen Lesestoff für die zahlreichen E-Book-Reader und Tablet-PCs, die zu Weihnachten verschenkt werden dürften, gibt es auch ganz und gar kostenfrei.

Gute Nachrichten für Leseratten: Die EU-Kommission teilte am Donnerstag mit, dass sie bei Apple und den vier großen Verlagsgruppen Simon & Schuster, Harper Collins, Hachette und der Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck eine Lockerung der Preise für digitale Bücher durchgesetzt hat. Die Unternehmen verpflichteten sich, aktuelle Verträge, bei denen die Verlage den Preis für E-Books bestimmten, aufzulösen und Händlern für mindestens zwei Jahre mehr Spielraum für Rabatte zu geben. Allerdings gelten nationale Regelungen wie die deutsche Buchpreisbindung weiterhin, bei der die Verlage grundsätzlich den Preis von Büchern im Handel festlegen.

Legalen Lesestoff für die zahlreichen E-Book-Reader und Tablet-PCs, die zu Weihnachten verschenkt werden dürften, gibt es aber auch ganz und gar kostenfrei, entweder zu Werbezwecken bei den E-Book-Händlern oder über Bibliotheken und gemeinnützige Projekte.

VON ÜBERALL ERREICHBAR: DIE ONLEIHE

Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (Vöbb) nimmt seit Mitte 2008 an dem bundesweiten Projekt Onleihe teil. Ein Computer oder ein anderes geeignetes Lesegerät sowie ein gültiger Bibliotheksausweis reichen aus, um E-Books aus einem Bestand von über 10 000 Titeln auszuwählen. Rund 200 000 Bücher wurden im bisherigen Jahresverlauf für je sieben Tage ausgeliehen. Die Bücher können auf Windows- und Macintosh-Computern, E-Book-Readern (ePub-Format) oder auf Mobilgeräten mit Apples iOS oder Android gelesen werden. Mit der Onleihe-App wird der Bestand durchsucht. Kategorien wie Bestleiher, Neuzugänge oder Letzte Rückgaben erleichtern die Suche, zudem kann nach Genres wie Kinderzimmer, Jugendbibliothek, Sachmedien oder Belletristik ausgewählt werden. Bei der freien Suche hilft ein Filter, um nur die verfügbaren Titel anzuzeigen. Im Fokus stehen Sachmedien und Ratgeber mit rund 8000 Titeln sowie Bücher zu Schule und Lernen mit rund 2500 Titeln. Die Kategorie Belletristik und Unterhaltung fällt mit 770 E-Books erheblich kleiner aus, wird jedoch gerade ausgebaut. Die Verlage sehen die kostenfreie Ausleihe skeptisch. Sie befürchten Einbußen für den regulären Buchverkauf und verweigern darum eine Lockerung der Lizenzbedingungen. Bislang ist der Ausgang des Streits um die Onleihe nicht absehbar. Um das heruntergeladene Buch lesen zu können, wird eine weitere Lese-App wie zum Beispiel der kostenfreie „Bluefire Reader“ benötigt. Der Kindle-Reader funktioniert nicht, Amazon setzt ein anderes Dateiformat ein. Die Apps können sowohl Texte als auch Bilder darstellen. Gerade bei Fotos und Illustrationen sind die Tablets gegenüber den reinen E-Book-Readern mit ihren monochromen Displays im Vorteil.

AMAZON WIRD BIBLIOTHEK

Amazon hat vor zwei Monaten sein eigenes Verleihsystem für Besitzer von Kindle-Lesegeräten gestartet. Jeden Monat können deren Besitzer aus einer Auswahl von 200 000 Titeln ein Buch kostenfrei und ohne feste Leihfrist auswählen, darunter sind auch Bestseller wie die Harry-Potter-Romane. Der Katalog der ausleihbaren deutschsprachigen Bücher umfasst allerdings nur 8500 Werke. Weiteren kostenfreien Lesestoff gibt es bei Amazon in der Rubrik Kindle-E-Books über den Eintrag Kostenlose Klassiker. Diese Bücher können sowohl auf den Kindles als auch mit der Kindle-App gelesen werden. Vergleichbare Angebote finden sich aber auch bei Konkurrenten wie eBook.de.

GUT LESEN BEI GUTENBERG.ORG

Eine neutrale Anlaufstation für Klassiker ist das Gutenberg-Projekt. Insgesamt umfasst dieses gemeinnützige Projekt 36 000 sogenannte gemeinfreie Werke, für die die Urheberrechte entweder ausgelaufen sind oder für die es nie welche gegeben hat. Unterstützt werden so gut wie alle Geräte und Formate. Im Netz ist das Projekt unter www.gutenberg.org oder über die Mobilseite m.gutenberg.org zu erreichen. Aktuelle E-Books werden sporadisch ebenfalls kostenlos angeboten, zumeist zu Promotionszwecken. Die Internetportale www.xtme.de und www.e-literati.de listen zum Beispiel auf, welche kostenlosen Kindle-E-Books verfügbar sind. Ein allgemeiner Überblick über kostenlose E-Books auch im ePub-Format findet sich auf www.gratis-ecke.de in der Rubrik Unterhaltung unter Gratis-E-Books.

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