Berliner Wasserpreise : Kalkuliert

Es geht doch! Endlich hat sich die Berliner Landespolitik durchgerungen, das angebliche Naturgesetz ständig steigender Wasserpreise außer Kraft zu setzen. Seit Anfang 2010 sind die Tarife stabil, und es sieht so aus, als sollten auch in den nächsten Jahren Nullrunden folgen. Seit dem Volksbegehren zur Offenlegung der Privatisierungsverträge wird politisch kalkuliert. Gewinnabführungsklauseln, Abschreibungsmodalitäten, Gesetze und Verordnungen erweisen sich seitdem als so flexibel, dass Trink- und Abwasser nicht mehr teurer werden müssen. Da kann man nur sagen: Weiter so. Vielleicht lassen sich die Tarife eines Tages sogar senken, ohne dass die Bundeskartellbehörde noch die Keule schwingen muss. Allerdings hat alles seinen Preis. Wenn die Einnahmen aus dem – in Berlin gar nicht so knappen Gut – Wasser nicht mehr sprudeln wie früher, müssen die Eigentümer der Wasserbetriebe auf einen Teil des üppigen Gewinns verzichten. Daran haben sich das Land Berlin, aber auch RWE und Veolia als private Investoren zu gewöhnen. Wenn das auf Dauer klappt, ist es eigentlich egal, wem die Berliner Wasserbetriebe gehören. za

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