Bildungsstudie : Es gibt eine Antwort

Schüler, zeige deine „Dimensionen“, und der neue „Chancenspiegel“ der Bertelsmann-Stiftung sagt dir, in welchem Bundesland du lieber nicht zur Schule gehen solltest. Wer mit dem Schulabbruch sympathisiert, läuft in Mecklenburg-Vorpommern höchste Gefahr, die Flinte tatsächlich ins Korn zu werfen (über 13 Prozent), während saarländische Lehrer ihn eher davon abhalten werden (4,8 Prozent Abbrecher). Bremen reicht Schüler gerne von einer höheren Schulform an eine niedrigere durch, anders als Brandenburg. In Bayern werden Schüler aus sozial schwächeren Familien eher abgehängt als in Sachsen. Seit dem Pisa-Schock vor über zehn Jahren wissen die Deutschen, dass die Zukunft eines Kindes auch von dem Bundesland abhängig ist, in das es geboren wird. Die Gründe dafür sind komplex, sie liegen in Bildungstraditionen und nicht zuletzt in der sozialen Lage eines Landes. Darum stehen die Länder vor je unterschiedlichen Herausforderungen. Aber es gibt auch eine nationale Antwort: Eine individuelle Förderung auf hohem pädagogischen Niveau hilft allen. Das kostet zusätzliche Milliarden, die die Länder nicht ohne erhebliche Bundeshilfen aufbringen können. Die neue Bundesregierung steht in der Pflicht. akü

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