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Bundespräsidentenwahl : Klarsfeld passt nicht zu den Linken

28.02.2012 00:00 Uhrvon
Wurde von den Linken als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nominiert: Beate Klarsfeld. Foto: dapdBild vergrößern
Wurde von den Linken als Kandidatin für die Bundespräsidentenwahl nominiert: Beate Klarsfeld. - Foto: dapd

Die Linke geht mit der Nazi-Jägerin Klarsfeld in die Bundespräsidentenwahl. Dabei passt sie gar nicht zur Partei: Sie ist viel zu israelfreundlich. Margot Honecker wäre ein glaubwürdigerer Vorschlag gewesen.

Beate Klarsfeld ist eine prima Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Mit 73 Jahren ist sie im besten Alter, und was das Protokollarische betrifft – nun, da lässt sich guten Mutes darauf hinweisen, dass sie seit 1968 keinen Bundeskanzler mehr geohrfeigt hat. Zudem könnte sie sich das Bundesverdienstkreuz, das ihr bisher verwehrt worden ist, gleich selbst verleihen. Die Verfolgung von alten Nazis ist ihr Lebensthema, bei der Gedenkfeier für die Opfer der neuen Nazis hätte sie bestimmt Interessantes zu sagen gehabt.

Blöd nur, dass Klarsfeld von der falschen Partei vorgeschlagen wird, denn sie steht fest an der Seite Israels, was sich von der Linken nun nicht gerade sagen lässt.

Deswegen gibt es dort auch großen Ärger. Eine Freundin Israels gilt als Feindin der palästinensischen Freunde der Linken, und so eine wählt man dort nicht gerne, Nazis hin oder her. So ist es wahrscheinlich auch nur ein Vorwand in höchster dialektischer Not, dass jetzt führende Mitglieder der Partei für einen Boykott der Bundesversammlung plädieren, angeblich, weil die Linke von Merkel nicht zur Suche nach einem Einheitskandidaten eingeladen worden war. Ach herrjehchen. Margot Honecker wäre als Vorschlag jedenfalls glaubwürdiger gewesen.

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