FDP : Philipp Röslers Zeit ist vorbei

06.01.2013 00:00 Uhrvon
Für die FDP gibt es nun kein Zurück mehr. Foto: dpa
Für die FDP gibt es nun kein Zurück mehr. - Foto: dpa

Die Hoffnung der Liberalen, dass es Philipp Rösler als Bundesvorsitzender richten kann, ist zerstoben. Daraus müssen sie nun Konsequenzen ziehen. Denn es geht um die Existenz der FDP.

Alles hat seine Zeit, das wird er als Christ wissen. Und als Politiker muss er es wissen, weil er sich sonst aller Chancen beraubt, Einfluss zu nehmen. Also: Glaube, Liebe, Hoffnung, diese drei – und die Hoffnung ist vorbei. Die Hoffnung der Liberalen, dass es Philipp Rösler als Bundesvorsitzender richten kann. Daraus müssen sie nun Konsequenzen ziehen, nach der Wahl in Niedersachsen, die am 20. Januar stattfindet. Spätestens am Tag danach, nicht einen Monat später, nicht zwei, nicht im Mai. Sonst kann es nämlich nicht nur mit Rösler, sondern gleich mit der ganzen FDP vorbei sein.

Sie, die Partei, und ihre sogenannten Granden haben es so weit getrieben, dass es kein Zurück mehr gibt. Alle mischen sie mit, versprühen Gift, kontaminieren die liberale Idee – jetzt müssen sie auch dafür sorgen, dass sie überlebt. Wolfgang Kubicki, der Springteufel aus dem Norden, hat recht, obwohl es von ihm immer irgendwie unseriös wirkt: Es geht um die Existenz der FDP, längst schon nicht mehr um Rösler. Aber jetzt zeigt sich, wem es um sich und wem es um den Liberalismus geht. Der erfordert, ja doch, auch eine Portion Idealismus.

Opportun ist, was gemacht werden muss: eine Re-Definition von Zusammenhalt in der Gesellschaft und in der Partei. Alles andere, dieses „Geballere“ auf Personen an der Spitze, wie es der Juli-Chef nennt, ist schnöder Opportunismus. Davon hat die FDP zu viel. Sie, die es heute besser wissen, hätten es besser damals sagen sollen, als Guido Westerwelles Zeit an der Parteispitze abgelaufen war. Doch seinerzeit haben sie sich eines jungen Mannes bedient, ihn benutzt, dessen Potenzial nun nie mehr reifen und für die Sache genutzt werden wird.

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