Flüchtlinge in Berlin : Menschen in Not

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Etwas mehr als 5000 Flüchtlinge leben in Berlin – und schon werden sie umhergeschoben, als ginge es nicht um die Unterbringung von ein paar hundert Familien, sondern um den drohenden Untergang eines überlasteten Dorfes. Der Senat sagt, für geeignete Räume seien die Bezirke zuständig, die wiederum erklären, die geeigneten Häuser gehörten schon dem Senat. Sollte Berlin sich doch noch wie eine Metropole fühlen wollen, wird es sich daran gewöhnen müssen, dass Menschen ohne Geld, Job oder Wohnung herkommen wollen. Berlin ist flächenmäßig eine der größten Städte des Kontinents, trotz Wohnungsmangels stehen Gebäude leer. Die Stadt hat 3,5 Millionen Einwohner, nicht einmal 1,5 Promille davon sind Flüchtlinge. Ohnehin ist es aus Gründen der Stadtentwicklung wichtig, endlich geeignete Unterkünfte für sie einzurichten. Außerhalb Deutschlands wird es nicht ruhiger. Die Lage der Roma auf dem Balkan dürfte sich im Zuge der Schuldenkrise noch verschlechtern. Und in Syrien – wo viele der Neuankömmlinge herkommen – ist ein schnelles Ende des Bürgerkrieges unwahrscheinlich. Also Schluss mit der Zahlenakrobatik, es geht um Menschen.

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