Flughafen BER : Mehr Schutz

Am Flughafen gibt’s Krach. Wie an Bahntrassen oder an Hauptverkehrsstraßen. Das lässt sich nicht vermeiden. Es ist aber möglich, die Belastung der Anwohner wenigstens zu verringern. Durch Lärmschutz, der nicht nur irgendwelche rechnerischen Vorgaben erfüllt, sondern der so gut ist, wie es technisch machbar ist. Davon ist man am künftigen Flughafen Berlin-Brandenburg noch weit entfernt. Dass wenige Wochen vor dem ersten Start eines Flugzeugs erst ein Bruchteil der Anspruchsberechtigten einigermaßen vor Lärm geschützt ist, ist ein Unding. Leider haben auch die Politiker im Aufsichtsrat des Unternehmens, allen voran der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit und Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (beide SPD), zwar stets betont, wie wichtig der Schutz vor dem Krach für die Menschen sei. Aktiv sind aber auch sie im aufsichtsführenden Gremium nicht geworden. Noch können sie aber eingreifen und den Flughafen auffordern, den Lärmschutz zu verbessern. Am Geld kann’s nicht scheitern, wenn der Flughafen woanders mal schnell zweieinhalb Millionen Euro ausgeben kann, nur weil er bezweifelt, ob er genügend Abfertigungsschalter eingeplant hat. kt

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