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Flughafen-Desaster : Berlin und BER: Schadenfreude verpflichtet

05.02.2013 17:16 Uhrvon
Wer den Schaden hat... Wowereit und Platzeck machen in diesem Jahr Karriere im Mainzer Karneval. Am St. Nimmerleinstag eröffnen zwei arg gealterte Herren den Flughafen BER. Foto: ReutersBild vergrößern
Wer den Schaden hat... Wowereit und Platzeck machen in diesem Jahr Karriere im Mainzer Karneval. Am St. Nimmerleinstag eröffnen zwei arg gealterte Herren den Flughafen BER. - Foto: Reuters

Ganz Deutschland amüsiert sich über Pannen in Berlin. Doch international genießt die Stadt immer noch großes Wohlwollen. Jetzt muss sie da aber auch was draus machen.

Das war’s dann wohl mit den fleißigen Deutschen, die alles pünktlich geregelt kriegen. So stand es kürzlich im „Economist“, dem renommierten Magazin aus London, das auf der ganzen Welt gelesen wird. Anlass war – natürlich – das „Berliner Flughafen-Fiasko“, die „ewige Baustelle“ am Rande der deutschen Hauptstadt. Anderswo macht Berlin inzwischen Karriere als abschreckendes Beispiel: In Istanbul, wo der größte Flughafen der Welt in vier Jahren fertig sein soll, warnen Kritiker vor allzu ambitionierten Plänen.

Nicht dass es nachher so ausgeht wie jetzt in Berlin.

Unsere Landsleute, vor allem die im Süden der Republik, dürften sich zwar tief im Herzen auch über den internationalen Imageschaden grämen, der die bis vor kurzem noch effizienten Deutschen insgesamt trifft. Doch es überwiegt die Schadenfreude über die da in Berlin, die nichts auf die Reihe bekommen, aber viel Geld aus dem Länderfinanzausgleich. Da passt die Nachricht ins Bild, dass die landesfinanzierte Flughafen-Gesellschaft noch nicht einmal in der Lage ist, einen Nachfolger für den ohnehin schon viel zu spät geschassten Flughafen-Chef Rainer Schwarz zu finden. Gerade hat Wilhelm Bender abgewinkt, der Hoffnungsträger aus, natürlich, Hessen.

Ein Gedankenspiel: Was wäre wohl am Tag danach los, wenn in Berlin – sagen wir beim DFB-Pokalfinale – so wie jetzt beim Super Bowl in New Orleans der Strom ausgefallen wäre? Genau: Berlin sollte die Schadenfreude als Kompliment auffassen. Abgearbeitet wird sich an denen, die interessant sind. An denen, die Potenzial haben. An denen, die womöglich anderen in deren Selbstgefälligkeit künftig gefährlich werden können. Ob in Hamburg nun ein Konzertsaal fertig gebaut wird oder in Stuttgart ein Bahnhof, das interessiert international niemanden. Und was in München außer Fußball so passiert, nun ja. Frankfurt? ...

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