Lammert kritisiert ARD und ZDF : Auftrag verfehlt

Da spricht einer aus, was viele denken. Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Qualität des öffentlich- rechtlichen Fernsehens heftig kritisiert, nicht zum ersten Mal. Ihm zufolge kommen die Sendeanstalten ihrem Informationsauftrag immer weniger nach. Ist dann eine Finanzierung mit Zwangsgebühren noch zu rechtfertigen? Diese Bemerkungen gewinnen wenige Tage nach einer Veröffentlichung von Zahlen an Brisanz, die zeigen, dass sich alleine durch eine Privatisierung des Soap- Schlager- und Schmonzetten-Senders Das Erste ein großer Teil des derzeit bei 17,98Euro monatlich liegenden Haushaltsbeitrags einsparen ließe. Würde man das ZDF privatisieren, läge der Beitrag bei 13,61 Euro. Nun stellt sich niemand hin und fordert eine Art, sagen wir, Sat 2 am Mainzer Lerchenberg. Auch wenn das ZDF-Programm öfters so aussieht. Und Lammerts Fundamentalkritik hintertreibt mit dem Zweifel an der Finanzierung der Sender durch die Staatsbürger auch einen der Tragpfeiler demokratischer Medienvielfalt. Andererseits, ARD und ZDF tut so ein Schuss vor den Bug gut. Sie planen eben, unter anderem für Musik-Konzerte, einen neuen 45 Millionen Euro teuren Jugendkanal, dessen Sinn sich kaum erschließt. Wozu gibt’s eigentlich Youtube? meh

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