Tempelhofer Freiheit : Endlich fliegen!

Unser Kolumnist Bernd Matthies ärgert sich: Wegen einer Modemesse kommt er nicht auf den Flughafen Tempelhof. Doch da man für so ein Glanz- und Gloria-Ereignis weder Gepäckbänder noch eine ausgeklügelte Brandschutzanlage braucht, hätte Matthies einen kleinen Tauschvorschlag.

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Der Flughafen Tempelhof im Nebel.
Der Flughafen Tempelhof im Nebel.Foto: dpa

So ganz ist die Stadt noch nicht, wo sie mal hin soll. Ein Glanz- und Gloria-Ereignis wie die Modemesse „Bread & Butter“ am Flughafen Tempelhof muss jedes Mal umständlich aufgebaut werden. Dafür sind Absperrungen nötig, die sogar den schlichten Zugang zum Flugfeld stark einschränken. Viele Tore sind wochenlang verschlossen.

Die Situation ist also die, dass sich zwei Berliner Hauptattraktionen, die Tempelhofer Freiheit und die Modemesse, gegenseitig behindern, und zwar zulasten der Freiheit. Ja, es ist Winter, das Wetter taugt nichts, kein Mensch will draußen Drachen steigen lassen oder Würste grillen – aber trotzdem.

Die langfristige Lösung liegt auf der Hand. Wir machen Tempelhof wieder zum Flughafen und siedeln die „Bread & Butter“ dauerhaft in Schönefeld an. Da gibt es alles, Bahnanschluss, vielfältige Gastronomie, intime Lounges. Der Brandschutz für eine Messe ist einfacher, die Gepäckbänder werden nicht gebraucht, das gigantische Computernetz auch nicht – eine Ideallösung.

Ach, und das mit der Freiheit auf dem Flugfeld ist drunten auch viel schöner. Halb Brandenburg nur fürs Grillen und Drachensteigen!

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