AfD und Angela Merkel : Flucht nach Chile? Was Beatrix von Storch wirklich meint

Beatrix von Storch hat bei Anne Will vorhergesagt, dass Angela Merkel nach ihrem Abtreten nach Chile flüchten werde. Von wem hat sie diesen Unsinn? Eine Glosse.

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Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Beatrix von Storch, spricht am 09.01.2016 vor dem Rathaus in Neubrandenburg zu mehreren hundert Anhänger der rechtskonservativen Alternative für Deutschland (AfD).
Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Partei Alternative für Deutschland (AfD), Beatrix von Storch, spricht am 09.01.2016 vor...Foto: Stefan Sauer/dpa

Jeder von uns muss sich Gedanken über seinen Ruhestand machen, die Kanzlerin auch. Sie kann nicht ewig Kanzlerin bleiben, auch wenn es da keine gesetzliche Altersgrenze gibt. Irgendwann mag sie nicht mehr, dann wird sie Bundespräsidentin und/oder UN-Generalsekretärin und anschließend „Zeit“-Herausgeberin, so viel steht ja schon fest.

Aber das setzt natürlich voraus, dass sie immer noch auf der Höhe ihrer Macht ist und nicht urplötzlich mit Schimpf und Schade vom Hof gejagt wird, was ja nach Auffassung empörter Kreise unmittelbar bevorsteht. Und dann? Templin? Berlin-Mitte? Die einst mächtigste Frau der Welt?

Es gibt dafür natürlich einen Plan, und die AfD-Spitzenpolitikerin Beatrix von Storch hat ihn verraten, bei Anne Will, im Herzen der Lügenpresse. Chile! Kommt es hart auf hart in Berlin, verschwindet Angela Merkel nach Chile. Das könnte so funktionieren wie bei James Bond oder Fantomas: Alles kracht, scheppert und explodiert rundherum, aber die Kanzlerin besteigt kühl das oben im Kanzleramt versteckte Überschallgeheimflugzeug, zurrt den Kinnriemen fest, packt schnell den Professor Sauer und die getreue Beate ein, und zisch! Santiago. Oder Valparaiso.

Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz hat so etwas ähnliches gesagt

Aber wo hat die AfD-Frau das her? Hier ist die Fundstelle: Der Psychoanalytiker Hans-Joachim Maaz, der immer gern ganz Deutschland auf die Couch legt, hat zur „Huffington Post“ dies gesagt: „Mich erinnert Merkel gerade an Erich Honecker, als er in das Flugzeug nach Chile steigt und zum Abschied die Rotfrontfaust erhebt.“

Eigentlich alles klar. Steht ja da, schwarz auf weiß. In Chile gibt es eine deutsche Kolonie, da klappt’s auch mit der Sprache. Allerdings: Das mit der Rotfrontfaust, Frau von Storch, hätte Ihnen doch zu denken geben sollen. Denn die Kanzlerin ist doch gerade dabei, unser deutsches Heimatland an die Multikultis zu verschenken, und das ist mit den bekannten Formen des Kommunismus schlicht nicht kompatibel.

Also könnte auch das mit Chile, sagen wir, frei erfunden sein. Pssst: Eigentlich war das Chile-Haus gemeint. Das liegt in Hamburg, wo Angela Merkel geboren wurde. Und dort haben sie auch die meiste Erfahrung mit der artgerechten Haltung von Altkanzlern.

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