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Aktuelle Zahlen der Bundespolizei : Auch im April kamen nur rund 5500 Flüchtlinge

Nur noch wenige Flüchtlinge schaffen es nach Deutschland. Seit die Balkanroute geschlossen ist, kommen vor allem Afrikaner aus Italien.

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An der Grenze zwischen Deutschland und Österreich ist es inzwischen deutlich ruhiger geworden.
An der Grenze zwischen Deutschland und Österreich ist es inzwischen deutlich ruhiger geworden.Foto: dpa

Die Zahl der Flüchtlinge bleibt vorerst niedrig. Nach Angaben der Bundespolizei kamen im April nur 5485 Flüchtlinge nach Deutschland, etwa genau so viele wie im Vormonat. In den beiden ersten Monaten des Jahres waren noch deutlich mehr Menschen eingereist. Insgesamt hatte die Bundespolizei von Januar bis März rund 107.000 Flüchtlinge beim Grenzübertritt erfasst. Anfang März hatten die Anrainerstaaten der sogenannten Balkanroute ihre Grenzen für Flüchtlinge aus Griechenland geschlossen. Im gleichen Monat vereinbarte die EU mit der Türkei ein Abkommen zum Umgang mit Flüchtlingen. Die Zahl der neu registrierten Flüchtlinge und die der Asylanträge sind indes deutlicher höher als die aktuelle Zahl der Einreisen. Hintergrund ist die Tatsache, dass viele der im vergangenen Jahr in Deutschland angekommenen Flüchtlinge noch immer nicht registriert worden sind und bisher auch keinen Asylantrag stellen konnten. Dies wird nun nachgeholt.
Offiziell machte die Bundespolizei keine Angaben dazu, auf welchen Wegen die neuen Flüchtlinge nach Deutschland gelangen. Beamte, die in den vergangenen Wochen an der bayerischen Grenze eingesetzt waren, berichten jedoch, dass derzeit vor allem Afrikaner einreisen. Sie kommen mutmaßlich aus Italien und sind zuvor von Nordafrika aus über das zentrale Mittelmeer gereist. Dieser Weg gilt als zentrale Fluchtroute von afrikanischen Flüchtlingen. Laut UN-Angaben warten vor allem im Libyen bis zu 100.000 Menschen auf ihre Chance, nach Europa zu gelangen.

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