Alternative für Deutschland : Der Wahlwerbespott der AfD

Die Alternative für Deutschland engagierte Schauspieler um in einem Wahlwerbespot für ihre Inhalte zu werben. Nun melden sich dieselben Schauspieler zurück, und das klingt weniger nach Werbung für die AfD.

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Die AfD muss Schauspieler engagieren, um ihre Inhalte zu verbreiten.
Die AfD muss Schauspieler engagieren, um ihre Inhalte zu verbreiten.Foto: Screenshot/Youtube

Wahlwerbespots sind meistens langweilig. Egal um welche Partei es geht. Und so schauen auch in diesem kleinen Filmchen der AfD "normale Bürger" ernst in die Kamera und machen sich Sorgen um die Zukunft, fragen nach politischen Alternativen und rufen zur Wahl ihrer Partei auf. Weil diese ja die beste in der ganzen Republik sei.

Doch für die eurokritische Alternative für Deutschland ging die Werbung diesmal nach hinten los. Denn die AfD fand anscheinend keine "normalen Bürger", die für ihre Inhalte werben wollen und engagierte praktisch und effizient Schauspieler, die vorgefertigte Texte vortrugen: über "gute Ausländer und schlechte Ausländer", über "unser Geld in Griechenland" und das Familienbild der neuen Partei. 300Euro bekamen die professionellen Schauspieler für ihren Einsatz. Schauspieler sind für alles käuflich, könnte die Moral von dieser Geschichte sein.

Die Kollegen der NDR-Satiresendung extra3 engagierten daraufhin kurzerhand dieselben Schauspieler und ließen sie ihren Auftritt für die AfD kommentieren. Ob dies tatsächlich die Ansichten der Schauspieler sind, die ja auch nur "normale Bürger" sind, wird im neuen Wahlwerbespott über die AfD nicht verraten. Aber machen Sie sich doch hier selbst ein Bild:

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