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Attentat in Texas : Trump: USA haben ein Problem mit psychischer Gesundheit

Katholische Bischöfe trauern um die 26 Toten nach dem Überfall auf eine Kirche und beklagen die sinnlose Waffengewalt. Der US-Präsident sieht keinen Zusammenhang mit dem Waffenrecht.

US-Präsident Donald Trump bei einer Konferenz mit dem japanischen Shinzo Abe in Tokio, Japan.
US-Präsident Donald Trump bei einer Konferenz mit dem japanischen Shinzo Abe in Tokio, Japan.Foto: Kiyoshi Ota/ REUTERS

Die katholischen Bischöfe der USA trauern um die 26 Toten nach dem Überfall auf eine Baptisten-Kirche in Texas und beklagen zugleich ein „fundamentales Problem“ in der US-Gesellschaft: „Eine Kultur des Lebens darf sinnlose Waffengewalt in all ihren Formen nicht tolerieren und muss diese verhindern“, schrieb der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Kardinal Daniel DiNardo, in einer ersten Reaktion am Sonntag. Das „unvergleichlich tragische Ereignis“ lasse die lange Reihe von Massenerschießungen weiter anwachsen, beklagte DiNardo weiter.

Auch der ehemalige US-Präsident Barack Obama zeigte sich erschüttert über das Massaker und forderte erneut schärfere Waffengesetze. „Wir trauern mit allen Familien in Sutherland Springs, die von diesem Akt des Hasses getroffen wurden (...) , twitterte er am Sonntagabend (Ortszeit) nach dem Massenmord, den ein junger Mannes in der Kleinstadt nahe San Antonio aus bisher unbekannten Motiven verübt hat. Zugleich sprach er sich - wie bereits während seiner Amtszeit - für schärfere Waffengesetze aus. „Möge Gott uns allen die Weisheit geben, um zu fragen, welche konkreten Schritte wir unternehmen können, um die Gewalt und die Waffen unter uns zu reduzier.“

Auch die Bundesregierung äußerte sich am Montag bestürzt. Es sei eine "Gewalttat, die uns alle fassungslos macht", erklärte ihr Sprecher Steffen Seibert. Die Mitglieder der Bundesregierung wünschten den Angehörigen, "dass sie in den dunklen Stunden Kraft und Trost finden". Das Auswärtige Amt verurteilte "diese sinnlose Gewalt" gegen die Teilnehmer des Gottesdienstes "in aller Deutlichkeit". Und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Mitgefühl aus. „Wir sind in Gedanken bei unseren amerikanischen Freunden“, sagte er und wünschte den Verletzten baldige Genesung.

Trump: Attentat habe nichts mit Waffenrecht zu tun

Die Tat hat nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump allerdings nichts mit dem Waffenrecht in den USA zu tun. „Das war ein sehr gestörtes Individuum“, sagte Trump am Montag in Tokio in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Japans Premier Shinzo Abe. Gefragt, ob eine Änderung des Waffenrechts anstehe, sagte Trump, die USA hätten ein großes Problem mit psychischer Gesundheit. Das Massaker von Texas sei ein sehr, sehr trauriges Ereignis: „Wer hätte jemals gedacht, dass so etwas passieren kann“, sagte Trump. und weiter: "Zum Glück hatte jemand anderes eine Waffe, die in die entgegengesetzte Richtung geschossen hat."

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Am Sonntagmittag (Ortszeit) hatte ein bewaffneter ganz in Schwarz gekleideter 26-Jähriger in dem kleinen Ort Sutherland Springs in Texas während des Gottesdiensts eine Baptisten-Kirche betreten und das Feuer auf die Besucher eröffnet. Nach Medienberichten hatten die Opfer in der kleinen Kirche keine Chance, dem Angreifer zu entgehen. Behörden sprechen derzeit von 26 Todesopfern und mehr als 20 Verletzten. Der Täter selbst sei geflüchtet und später nach einer Schießerei tot in seinem Auto gefunden worden, berichteten US-Medien weiter. Demnach bestätigte die US-Luftwaffe, dass der Mann aus dem Militärdienst unehrenhaft entlassen worden war. Derzeit sehen die Ermittler kein rassitisches Motiv.

„Wir beten für die Opfer und die Angehörigen, für unsere baptistischen Brüder und Schwestern und für alle Menschen in Sutherland Springs und stehen an ihrer Seite in Zeiten dieser schrecklichen Tragödie“, schrieb Kardinal DiNardo weiter. (kna, dpa)

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