Begnadigung : Bush zeigt zum Ende seiner Amtszeit Gnade

Bevor es zu Ende geht, will US-Präsident George W. Bush noch einmal Milde walten lassen: Zahlreiche verurteilte Straftäter sollen begnadigt werden.

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Am Ende gnädig gestimmt: Der scheidende Präsident George W. Bush. -Foto: dpa

WashingtonDie guten Taten zum Schluss: US-Präsident George W. Bush hat unmittelbar vor dem Ende seiner Amtszeit 14 verurteilte Straftäter begnadigt. Zudem habe Bush die Strafen von zwei weiteren Häftlingen reduziert, teilte das Weiße Haus am Montag in Washington mit. Es betonte zugleich ausdrücklich, dass sich Bush bis zum Ausscheiden aus dem Amt in knapp zwei Monaten weitere Gnadenakte vorbehält.

Unter den jetzt Begnadigten ist kein Prominenter. Es handelt sich laut einer Liste des Justizministeriums unter anderem um verurteilte Tier- und Umweltschützer sowie Steuersünder.

In den USA ist es üblich, dass Präsidenten zum Ende ihrer Amtszeit nochmals verstärkt von ihrem Begnadigungsrecht Gebrauch machen. Bushs Vorgänger Bill Clinton hatte dabei für Wirbel gesorgt: Er begnadigte kurz vor Schluss unter anderem den Steuerflüchtling und Wirtschaftskriminellen Marc Rich, dessen frühere Frau viel Geld für Clintons Präsidentschaftsbibliothek spendete. Die Affäre um Rich beschäftigte später die Staatsanwaltschaft. (sba/AFP)

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