Björn Höcke und die AfD : Ein Nazivergleich

Eigentlich wollten sie in Kassel tagen, jetzt fliegen ein paar Mitglieder aus einem Hotel in Hannover. Warum mögen so viele Menschen die Menschen von der AfD nicht? Eine Glosse.

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Thüringens AfD-Chef Björn Höcke.
Thüringens AfD-Chef Björn Höcke.Foto: dpa

Die Alternative für Deutschland musste sich eine Alternative suchen. In Kassel wollten die Leute vom Kongress Palais nichts mehr vom Parteitag der AfD wissen. Der findet nun am Wochenende in Hannover statt. Dort hat ein Hotel die Buchungen von AfD-Delegierten storniert. Die Betroffenen fühlen sich "gemobbt".

Das wirft einige Fragen auf: Ist eine AfD-Veranstaltung ein Sicherheitsproblem, wie das Hotel die Ausladung der Gäste begründet? Oder könnte es gar der Fall sein, dass die Mitglieder der AfD von vielen einfach nicht gemocht werden? Sind das Nazis, die man lieber nicht in seiner Nähe haben will?

Schauen wir uns als Beispiel den AfD-Landeschef von Thüringen, Björn Höcke, an. Über den sagte der ehemalige ARD-Journalist (Vorsicht Lügenpresse!) und jetzige Chef der niedersächsischen AfD, Armin Paul Hampel, der dpa (Vorsicht Lügenpresse!), er sei ein "nationaler Träumer. Das ist unser Rechtspfosten." Die Kollegen vom ARD-Magazin "Monitor" (Vorsicht Lügenpresse!) haben Höckes Reden mit denen von Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels verglichen. Wir dokumentieren:

Höcke: "Ich sehe Alte und Junge, ich sehe Männer und Frauen."

Goebbels: "Die Jugend ist hier vertreten und das Greisenalter."

Höcke: "Ich sehe ein Volk, das eine Zukunft haben will. Wir sind das Volk."

Goebbels: "Was hier vor mir sitzt, ist ein Ausschnitt aus dem ganzen deutschen Volk, an der Front und in der Heimat."

Höcke: "Der Syrer, der zu uns kommt, der hat noch sein Syrien. Der Afghane, der zu uns kommt, der hat noch sein Afghanistan. Der Senegalese, der zu uns kommt, der hat noch seinen Senegal. Wenn wir unser Deutschland verloren haben, dann haben wir keine Heimat mehr."

Goebbels: "Hier ist eine Bedrohung des Reiches und des europäischen Kontinents gegeben, die alle bisherigen Gefahren des Abendlandes weit in den Schatten stellt."

Höcke: "Oh, was haben die Medien darüber hergezogen. Was bin ich mit Dreck beschmissen worden. Man verschweigt, man verfälscht, und man brandmarkt."

Goebbels: "Es wird auch der bolschewistischen Presse nicht gelingen, die Dinge ins Gegenteil umzulügen."

Höcke: "Kaum einer traut sich noch, seine Meinung frei zu äußern."

Goebbels: "So weit ist es also schon in Europa gekommen, dass man eine Gefahr nicht mehr eine Gefahr nennen darf."

Höcke: "Thüringer, Deutsche, 3000 Jahre Europa, 1000 Jahre Deutschland, ich gebe Euch nicht her."

Goebbels: "Das Abendland ist in Gefahr. Das deutsche Volk jedenfalls und seine Führung sind nicht gewillt, sich dieser Gefahr auch nur versuchsweise preiszugeben."

Wir lernen also: Nazivergleiche helfen manchmal. Rechtspfosten können Vollpfosten sein. Manche Leute will man weder in seiner Stadthalle noch in seinem Hotel haben.

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