"Frag Peer" : Steinbrück stellt sich auf Twitter den Fragen der Wähler

Der Wahlkampf setzt sich auch in den sozialen Netzwerken fort. Nach dem großen TV-Duell am vergangenen Sonntag stellte sich Kanzlerkandidat Peer Steinbrück auf Twitter den Fragen der Wähler.

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"Mitmachen!", fordert die SPD auf ihren Wahlplakaten. Bei dem "Twitter Town Hall Meeting" in Berlin konnten die Wähler ihre Fragen direkt an Peer Steinbrück richten.
"Mitmachen!", fordert die SPD auf ihren Wahlplakaten. Bei dem "Twitter Town Hall Meeting" in Berlin konnten die Wähler ihre Fragen...Foto: AFP

Eine Stunde lang nahm sich Peer Steinbrück heute für das erste deutsche "Twitter Town Hall Meeting" Zeit. Unter dem vorab definierten Schlagwort "#fragpeer" konnten Twitter-Nutzer ihre Fragen direkt an den Kanzlerkandidaten der SPD stellen. Die Antworten wurden jedoch nicht nur über das soziale Netzwerk, sondern auch vor einem Live-Publikum im Willy-Brandt-Haus beantwortet. Das in Deutschland noch unbekannte Format ist in den USA bereits fest in den Wahlkampf integriert. So stellten sich dort bereits Barack Obama und Hillary Clinton direkt den Fragen der Twitter-Nutzer, um auf diese Weise mit ihnen zu diskutieren.

Peer Steinbrück stellt sich als erster in Deutschland auf Twitter den Fragen

In Deutschland stellte sich als erstes Peer Steinbrück, in der Kulisse des Willy-Brandt-Hauses, dieser Herausforderung. Bereits seit mehreren Tagen häuften sich die Fragen an den SPD-Spitzenkandidaten. Neben den Fragen, die Steinbrück vor den Anwesenden beantwortete, lieferte sein Wahlkampfteam auf Twitter ganze 14 Antworten, die sie in Abständen von wenigen Minuten über den Microbloggingdienst veröffentlichten. Werben wolle der Kanzlerkandidat unter anderem dafür, "dass sich die Menschen wieder mehr für Politik interessieren." So müssten nach Steinbrücks Meinung, "die demokratischen Parteien mehr Angebote für junge Leute machen - auch übers Internet." Auf die Frage, was seine ersten Maßnahmen als Kanzler seien, lautete die Antwort auf Twitter knapp: "Mindestlohn, gleiche Bezahlung von Männern und Frauen, Abschaffung des Betreuungsgelds." Vehement, wird es auf dem Twitter-Kanal zum Ende der Veranstaltung: "Ich stehe für eine Große Koalition nicht zur Verfügung."

Twitter-Nutzer waren nicht zufrieden mit dem Kanzlerkandidaten

Für die Twitter-Nutzer, die über 1500 Fragen einreichten, war die große Fragerunde jedoch alles andere als befriedigend: "Sinnlose Phrasendrescherei. Genauso stellt sich Peer Steinbrück auch in seinem Wahlkampf dar.", kommentierte beispielsweise der Nutzer pietpul die Veranstaltung. Auch weitere User, wie beispielsweise das "FMH Cologne" kritisieren die Ausgestaltung der Veranstaltung: "Peinlich diese Antworten aus der Konserve. Das war alles nur kein Townhall. Schöner Beschiss."

Verfolgen Sie das Schlagwort "#Fragpeer":

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