Casdorffs Agenda : Merkel muss sich als Kanzlerin neu erfinden

Versuche der Union, Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidaten zu diskreditieren, verfangen nicht. Jetzt muss die CDU mit Angela Merkel alles mobilisieren.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (CDU).Foto: AFP

Die Zeichen stehen auf Sturm. Die Umfragen verstetigen sich, Versuche der Union, Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidaten zu diskreditieren, verfangen nicht. Eher verfängt sich die Kanzlerin darin: weil das als Zeichen großer Nervosität und geringer Souveränität auf sie zurückfallen kann.

Von wegen asymmetrische Demobilisierung als Strategie - jetzt muss die CDU mit Angela Merkel alles mobilisieren. Sie zuvorderst muss offensiv werden, werben, erklären, auch sich. Wofür will sie die Macht behalten? So unbeteiligt geht es nicht weiter. Das ist viel verlangt, sehr viel, nach mehr als einem Jahrzehnt im Amt und mehr als sechs Lebensjahrzehnten: Merkel muss sich als Kanzlerin neu erfinden. Wenn ihr das nicht gelingt, wird sie von einem Wunsch nach Wechsel und Wandel weggefegt.

Casdorffs Agenda erscheint jeden Morgen in der Morgenlage, dem Newsletter für Politik- und Wirtschaftsentscheider, den sie hier kostenlos abonnieren können.

GroKo, Jamaika oder Minderheitsregierung? Erfahren Sie, wie es weitergeht - jetzt gratis Tagesspiegel lesen!

28 Kommentare

Neuester Kommentar