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Die Grünen im Wahlkampf : Spitzenkandidatin Göring-Eckardt: „Keine Koalition mit Linkspartei“

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Katrin Göring-Eckardt, sieht ihre Partei für den Bundestagswahlkampf gut gerüstet - auch ohne Unterstützung durch Joschka Fischer. Eine mögliche Koalition mit den Linken schließt sie aus.

Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.
Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück.Foto: dpa

Die Grünen-Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt hat eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei nach der Bundestagswahl ausgeschlossen. „Auch wenn sich einige Vertreter der Linken uns immer wieder anbiedern, die Linke hat einfach kein regierungsfähiges Programm“, sagte sie dem Tagesspiegel. Die Linkspartei verspreche in der Sozialpolitik „das Blaue vom Himmel“ und wolle Deutschland in der Außenpolitik isolieren. „Eine Stimme für die Linke ist eine Stimme für Merkel“, warnte Göring-Eckardt.

Ihre Partei sieht Göring-Eckardt derweil auch ohne Unterstützung durch Joschka Fischer gut gerüstet für den Bundestagswahlkampf. „Wir kämpfen mindestens genauso leidenschaftlich wie damals Joschka Fischer“, sagte die Grünen-Politikerin dem in Berlin erscheinenden Tagesspiegel: „Wir leben in anderen Zeiten und haben andere Spitzenkandidaten.“

Fischer wurde in seiner eigenen Partei wegen seines energischen, aggressiven Wahlkampfstils als „Rampensau“ geschätzt. „Rampensau geht heute anders“, sagte Göring-Eckardt dazu. Sie wolle die Zuhörer „nicht überrennen, sondern überzeugen“.

Auch hätten sich die gesellschaftlichen Verhältnisse im Vergleich zu Joschka Fischers Zeiten geändert, meinte die Bundestagsvizepräsidentin. Weil viele Bürger heute über das Internet und soziale Netzwerke gut über Politik informiert seien, verlangten sie nun Wahlkampfveranstaltungen mit Dialogcharakter: „Die finden es nicht so spannend, wenn jemand nur von der Bühne herab auf sie einredet. Die wollen selbst Fragen stellen“, sagte die Politikerin. (Tsp)

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