Dresden : Integrationsbeauftragte demonstrieren gegen Pegida

Integrationsbeauftragte aus ganz Deutschland haben am Montag in Dresden gegen Pegida demonstriert. Beide Demonstrationszüge befanden sich in Sicht- und Rufweite.

Die Ministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen, Petra Köpping am Montag auf einer Anti-Pegida-Demonstration.
Die Ministerin für Gleichstellung und Integration in Sachsen, Petra Köpping am Montag auf einer Anti-Pegida-Demonstration.Foto: dpa

Rund 200 Integrationsbeauftragte von Bund, Ländern und Kommunen sind am Montagabend in Dresden gegen die islam- und ausländerfeindliche Pegida-Bewegung auf die Straße gegangen. Sie reihten sich am Rande ihrer Bundeskonferenz in die wöchentliche Demonstration von Gepida ein. Die Abkürzung steht für „Genervte Einwohner protestieren gegen Intoleranz Dresdner Außenseiter“.

„Helfen Sie uns mit, dass Deutschland ein Land bleibt, wo Menschen, die in Not sind, willkommen sind“, rief die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) Hunderten von Demonstranten auf dem Theaterplatz zu. Die Teilnehmer legten eine Gedenkminute für jene Flüchtlinge ein, die auf ihrer gefährlichen Reise über das Mittelmehr in den vergangenen Tagen ertrunken sind.

Parallel zur Kundgebung auf dem Theaterplatz hatte Pegida ihre Anhänger auf dem Altmarkt versammelt. Der Zug von Gepida konnte in Sicht- und Rufweite zu den selbst ernannten „Patriotischen Europäern gegen die Islamisierung des Abendlandes“ demonstrieren. Pegida-Mitbegründer Lutz Bachmann muss sich ab Dienstag wegen Volksverhetzung vor dem Dresdner Amtsgericht verantworten. (dpa)

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