FDP in Hamburg : Mister Sex Prozent und die Beine von Katja Suding

Gaga-Wahlkampf im Norden: Die FDP versucht es auch in Hamburg wieder mit Aufmerksamkeit um jeden Preis. Die Liberalen setzen auf Sixpacks, hübsche Frauenbeine - und absurde Slogans. Pure Verzweiflung?

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FDP-Spitzenkandidatin für Hamburg: Katja Suding
FDP-Spitzenkandidatin für Hamburg: Katja SudingFoto: dpa/Christian Charisius

Die FDP macht wieder von sich reden. Muss sie ja auch; bei der kommenden Bürgerschaftswahl in Hamburg steht für die Liberalen einiges auf dem Spiel. Am 15. Februar wird sich entscheiden, ob die FDP aus dem nächsten Parlament fliegt oder nicht, nachdem sie 2014 an der Fünf-Prozent-Hürde im sächsischen, brandenburgischen und thüringischen Landtag gescheitert und seit 2013 nicht mehr im Bundestag vertreten ist. NDR-Umfragen sehen die Partei für Hamburg bei fünf Prozent.

Die Methode, wie sie nun von sich reden macht, ist gewagt - bisweilen wirkt es verzweifelt: Der Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Robert Bläsing posiert etwa oben ohne und postet sein Sixpack-Selfie auf Facebook und Twitter. Die "Hamburger Morgenpost" sprach vom Mister Sex Prozent.

Auch drei liberale Damen werben mit ihren Körpern. Im People-Magazin Gala posieren Katja Suding, Spitzenkandidatin der FDP in Hamburg, Lencke Steiner, FDP-nahe Spitzenkandidatin für die Bremer Bürgerschaftswahl und Nicola Beer, Generalsekretärin der FDP für ein Fotoshooting unter dem Slogan: "Drei Engel für Lindner". Am Donnerstag wird das Magazin erscheinen; in der Vorankündigung heißt es, sie wollten zeigen, "wie sie ihre politischen Ideen durchboxen wollen und welche Rolle schöne Beine dabei spielen". Natürlich nur in Kombination mit Inhalten, denn "wenn es nur um Attraktivität ginge, würden sich die Parteien Models für den Wahlsieg casten."

Auffallen um jeden Preis ist schon länger die Wahlkampf-Taktik der FDP. Genützt hat es bisher nicht viel. In Brandenburg erregten sie Aufsehen mit dem Slogan "Keine Sau braucht die FDP" - und behielten damit recht: 1,5 Prozent der Stimmen. In Thüringen warb die FDP mit "Wir sind dann mal weg - wie der Mittelstand" - 2,5 Prozent.

Wahlwerbung der FDP Brandenburg
Wahlwerbung der FDP BrandenburgFoto: dpa

In Hamburg hat sich Katja Suding auch was besonderes ausgedacht. Sie posiert auf dem Plakat neben dem Slogan: "Katja Suding: Unser Mann für Hamburg".

Übrigens: Peinlichen Wahlkampf - das kann auch die AfD.

Wahlwerbung der FDP in Thüringen
Wahlwerbung der FDP in ThüringenFoto: FDP

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