Frankreichs neuer Präsident : Macron will Vorsitz von "En Marche!" aufgeben

Vor einem Jahr hat der neu gewählte französische Präsident Emmanuel Macron die Organisation "En Marche" gegründet. Noch am Montag will er als deren Vorsitzender zurücktreten.

Emmanuel Macron steht nach dem Sieg bei der Präsidentenwahl mit seiner Ehefrau Brigitte auf einer Bühne am Louvre in Paris.
Emmanuel Macron steht nach dem Sieg bei der Präsidentenwahl mit seiner Ehefrau Brigitte auf einer Bühne am Louvre in Paris.Foto: dpa

Der neu gewählte französische Präsident Emmanuel Macron tritt am Montag vom Vorsitz seiner Organisation "En Marche!" (In Bewegung!) zurück. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP am frühen Montagmorgen aus dem Umfeld Macrons.

Der Vorstand von "En Marche!" werde sich am Montag zu einem Mittagessen treffen. Daran werde auch Macron teilnehmen. "Das wird für ihn die Gelegenheit sein, vom Vorsitz der Bewegung zurückzutreten", hieß es aus "En Marche!"-Kreisen.

Macron hatte seine Organisation erst vor rund einem Jahr gegründet. Damals war er noch Wirtschaftsminister im Kabinett des bisherigen Staatschef François Hollande. Dieses verließ er im August 2016, um sich seinen Präsidentschaftsambitionen zu widmen.

"En Marche" will die traditionelle Links-Rechts-Struktur überwinden

Ziel von "En Marche!" ist es, die traditionellen Links-Rechts-Blöcke zu überwinden. Die neue Formation soll alle gesellschaftlichen Schichten und politischen Lager integrieren. Sie finanziert sich bisher durch Spenden, Beiträge zahlen die Mitglieder nicht.

Inzwischen hat "En Marche!" parteiähnliche Strukturen angenommen. So gibt es einen Generalsekretär, Vorsitzende für die Départements und Lokalkomitees. Bei der Parlamentswahl im Juni will "En Marche!" 577 Kandidaten aufstellen - einen für jeden Sitz in der Nationalversammlung. Erst wenn Mitglieder der Bewegung gewählt sind, kann sie auch staatliche Finanzmittel erhalten. (AFP)

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