Integration : CSU-Generalsekretär Scheuer fordert deutsches Islam-Gesetz

Andreas Scheuer will die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland beenden und fordert, dass die Imame auf Deutsch predigen.

Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer will einen europäischen Islam
Der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer will einen europäischen IslamFoto: Sven Hoppe/dpa

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer empfiehlt ein deutsches Islam-Gesetz, um die Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland zu stoppen.

„Wir müssen uns stärker und kritischer mit dem politischen Islam auseinandersetzen, denn er hintertreibt, dass sich Menschen bei uns integrieren“, sagte Scheuer der Zeitung „Die Welt“. Zum Umgang mit der Religion brauche es ein spezielles Gesetz. „Die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, muss beendet werden“, sagte Scheuer weiter.

In deutschen Moscheen soll auf Deutsch gepredigt werden, fordert die CSU.
In deutschen Moscheen soll auf Deutsch gepredigt werden, fordert die CSU.Foto: Mike Wolff/Tsp

„Alle Imame müssen in Deutschland ausgebildet sein und unsere Grundwerte teilen“, fügte der CSU-Politiker hinzu. „Es kann nicht sein, dass andere zum Teil extreme Wertvorstellungen aus dem Ausland importiert werden. Deutsch muss die Sprache der Moscheen werden. Das aufgeklärte Europa muss seinen eigenen Islam kultivieren.“

Scheuer nahm in seinen Äußerungen auch Bezug auf die Pläne von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), „integrationsunwillige“ Flüchtlinge mit Sanktionen zu belegen. „Wir können nicht einerseits ein Integrationsgesetz auf den Weg bringen und auf der anderen Seite die Augen verschließen davor, was in den Moscheen gepredigt wird und von wem“, sagte er der Zeitung. (dpa)

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