Interview mit Edward Snowden : Zusammenarbeit zwischen NSA und BND intensiver als gedacht

Laut Edward Snowden ist Deutschland in die Spionageaktivitäten der USA involviert. Auch die Zusammenarbeit zwischen BND und NSA soll intensiver sein, als bisher angenommen.

Aktion "Ein Bett für Snowden": Aktivisten werben am 05.06. vor dem Kölner Dom für Asyl für den Whistleblower Edward Snowden in Deutschland.Weitere Bilder anzeigen
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10.06.2014 09:55Aktion "Ein Bett für Snowden": Aktivisten werben am 05.06. vor dem Kölner Dom für Asyl für den Whistleblower Edward Snowden in...

Deutschland ist dem Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden zufolge in die Spionageaktivitäten der USA involviert. In einem Interview, das das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" in seiner neuesten Ausgabe veröffentlich, sagte Snowden auf die Frage, ob deutsche Behörden oder Politiker in das Überwachungssystem der NSA verwickelt seien: "Ja natürlich. Die stecken unter einer Decke mit den Deutschen, genauso wie mit den meisten anderen westlichen Staaten." Das Gespräch mit Snowden führten dem "Spiegel" zufolge der amerikanische Chiffrier-Experte Jacob Appelbaum und die Dokumentarfilmerin Laura Poitras mit Hilfe verschlüsselter E-Mails kurz bevor Snowden die umfangreiche Spähaktionen der USA enthüllte.

Wie der "Spiegel" weiter berichtet, ist die Zusammenarbeit zwischen der NSA und dem Bundesnachrichtendienst (BND) intensiver als bislang bekannt. Die NSA habe dem BND Programme für den Lauschangriff auf ausländische Datenströme, die durch Deutschland führen, zur Verfügung gestellt. (Reuters)

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