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Israel : Zwei Polizisten sterben bei Attentat am Tempelberg

Mehrere Männer attackieren israelische Sicherheitskräfte in Jerusalem. Die Polizei tötet die Täter. Zwei Polizisten erliegen ihren Verletzungen. Der obersten muslimische Geistliche der Stadt wurde verhaftet.

Israelische Sicherheitskräfte haben drei Attentäter auf dem Tempelberg in Jerusalem erschossen.
Israelische Sicherheitskräfte haben drei Attentäter auf dem Tempelberg in Jerusalem erschossen.Foto: Reuters

Bei dem Attentat am Tempelberg in Jerusalem sind nach Angaben der israelischen Polizei zwei Polizisten getötet worden. Die beiden Beamten seien im Krankenhaus gestorben, erklärte Polizeisprecher Micky Rosenfeld am Freitag auf Twitter.

Drei Attentäter hatten die Sicherheitskräfte am Freitagmorgen beschossen und mit einem Messer attackiert. Insgesamt waren dabei drei Menschen verletzt worden. Die Angreifer seien in Richtung der Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg geflohen und von Polizisten getötet worden.

Die israelische Polizei hat nach Angaben der Familie den obersten muslimischen Geistlichen der Stadt festgenommen. Wie dessen Sohn am Freitag bekannt gab, wurde Großmufti Muhammad Ahmad Hussein von der Polizei in Gewahrsam genommen. Aufnahmen im Internet zeigten schwer bewaffnete Sicherheitskräfte auf dem Gelände. Der Tempelberg wurde laut Polizei geschlossen. Dies gelte auch für die Freitagsgebete der Muslime.

Laut Medienberichten wurden bei den Angreifern israelische Ausweise gefunden. Einer der Männer stamme demnach aus einem arabischen Dorf im Norden des Landes.

Seit Beginn einer Gewaltwelle vor knapp zwei Jahren sind bei ähnlichen Attacken rund 300 Palästinenser getötet worden. Die meisten kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben. Mehr als 40 Israelis wurden in dem Zeitraum getötet. Als Auslöser der Gewaltwelle galt ein Streit um Nutzungsrechte des Tempelbergs in Jerusalem, der Muslimen und Juden heilig ist. Inzwischen hat die Gewalt aber eine Eigendynamik entwickelt. Sie wird von der Frustration der Palästinenser über die fortwährende israelische Besatzung genährt. (dpa)

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