Politik : Journalistin Gaschke gewinnt in Kiel Bürgermeisteramt bleibt bei der SPD

Kiel - Neue Oberbürgermeisterin von Kiel wird Susanne Gaschke (SPD). Die Journalistin der Wochenzeitung „Die Zeit“ erhielt in der Stichwahl am Sonntag 54,1 Prozent der Stimmen. Ihr Gegenkandidat von der CDU, Gert Meyer (41), kam auf 45,9 Prozent. Damit setzte sich die 45-jährige erwartungsgemäß durch und der Chefposten im Rathaus von Kiel bleibt den Sozialdemokraten. Die Wahl war nötig geworden, weil Amtsvorgänger Torsten Albig als Ministerpräsident in die schleswig-holsteinische Staatskanzlei wechselte. Bereits im ersten Wahlgang hatte Gaschke die Nase vorn, erhielt aber nur 43,2 Prozent gegenüber 38,8 Prozent für den ehemaligen Stadtkämmerer Meyer. Im zweiten Wahlgang war die Beteiligung noch einmal niedriger als im ersten; sie lag bei nur 32 Prozent. Beim ersten Durchgang vor zwei Wochen gingen 35,7 Prozent der rund 195 000 Wahlberechtigten wählen. Bereits das war ein historischer Tiefstand für Kiel.

Während die SPD am Sonntagabend feierte und den Ausgang als gutes Omen für die nächstes Jahr anstehende Kommunalwahl wertete, bleibt für die Union die Erkenntnis, dass sie in großen Städten nach wie vor kaum punkten kann. Von den 20 größten Städten in Deutschland stellt sie nur die Stadtoberhäupter in Dresden, Düsseldorf und Wuppertal. Neben den sächsischen und nordrhein-westfälischen Landeshauptstädten regiert sie nur noch im hessischen Wiesbaden. Stuttgart fiel kürzlich an die Grünen. dha

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