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Kampf gegen den Islamischen Staat : Steinmeier schließt Bundeswehreinsatz in Syrien aus

Arabische Länder, Türkei und Iran müssen gemeinsam gegen die Terrormiliz "Islamischen Staat" vorgehen, fordert Frank-Walter Steinmeier im Tagesspiegel-Interview. Einen Einsatz der Bundeswehr im Krisengebiet schließt er aus: „Wir dürfen nicht junge Menschen in einen brutalen Mehr-Fronten-Krieg schicken.“

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Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat neue diplomatische Anstrengungen Deutschlands im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ angekündigt. „Wir versuchen die arabischen Länder, die Türkei und den Iran davon zu überzeugen, dass es notwendig ist, gemeinsam gegen den IS vorzugehen“, sagte Steinmeier dem in Berlin erscheinenden "Tagesspiegel am Sonntag". Dazu müssten „alte Feindschaften überwunden werden“. Der Außenminister sagte, er wolle darüber am Sonntag in Dschiddah auch mit der Führung Saudi-Arabiens sprechen. Er werbe zudem dafür, „dass sich die Türkei mit allem Nachdruck am Kampf gegen den IS beteiligt“.

Den Einsatz deutscher Kampfflugzeuge oder deutscher Bodentruppen im Kampf gegen den „Islamischen Staat“ schloss Steinmeier erneut aus. Das Leid der Menschen in Syrien lasse ihn nicht kalt. „Aber wir tragen auch Verantwortung für unsere eigenen Soldaten: Wir dürfen junge Menschen nicht in einen brutalen Mehr-Fronten-Krieg schicken, in dem der IS, die Truppen des syrischen Präsidenten Baschar al Assad und Dutzende weitere Milizen miteinander kämpfen“, sagte er.

Das gesamte Interview lesen Sie in unserer morgigen Sonntagsausgabe oder ab 19 Uhr über unsere Apps.

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