Kanzlerkandidat der SPD : Schulz will gegen befristete Arbeitsverträge vorgehen

Der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, formt sein Wahlprogramm: Er will nicht nur die Agenda 2010 reformieren, sondern es auch die Befristung von Arbeitsverhältnissen teilweise abschaffen.

Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) spricht am Montag bei der Arbeitnehmerkonferenz der SPD in Bielefeld.
Kanzlerkandidat Martin Schulz (SPD) spricht am Montag bei der Arbeitnehmerkonferenz der SPD in Bielefeld.Foto: Friso Gentsch/dpa

SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz will es Unternehmen schwerer machen, Arbeitsverträge zu befristen. Wenn er nach der Bundestagswahl im September Bundeskanzler sei, werde die SPD die Möglichkeit der „sachgrundlosen Befristung“ von Arbeitsverhältnissen abschaffen, sagte der designierte Parteichef am Montag in Bielefeld. Qualifizierungsangebote für Arbeitslose würden ausgebaut und die Mitbestimmung in den Betrieben gestärkt.

Auf seine Ankündigung, die Bezugszeit für das Arbeitslosengeld I zu verlängern und damit die Agenda 2010 zu reformieren, ging Schulz zunächst nicht im Detail ein. Es gehe um „Respekt vor der Lebensleistung der Menschen in unserem Lande“, sagte er. Wer viele Jahre oder Jahrzehnte hart arbeite und Beiträge zahle, habe ein Recht auf Unterstützung.

Schulz hat seit seiner Nominierung zum Kanzlerkandidaten Ende Januar das Thema Gerechtigkeit in den Mittelpunkt seines Wahlkampfes gestellt. Unter anderem die Union hatte ihm vorgeworfen, dabei nicht konkret zu werden. (dpa)

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