Politik : Katholiken nominieren Alois Glück

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Glückdpa

Berlin - So Gott will, wird Alois Glück (CSU) der neue Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK). Am Freitag hat der Hauptausschuss des obersten katholischen Laiengremiums den früheren Präsidenten des bayerischen Landtags zum einzigen Kandidaten für das Amt gekürt. Der 69-jährige Glück ist seit langem Mitglied des ZdK und bereit, sich zur Wahl zu stellen.

Im Gespräch für das Amt war auch der nordrhein-westfälische Integrationsminister Armin Laschet (CDU). Er tritt nicht an.

Gewählt wird der neue Präsident auf der Vollversammlung des ZdK am 20. November. Ab Montag können Mitglieder des Gremiums auch andere Kandidaten vorschlagen. Insider gehen aber davon aus, dass es bei Glück als einzigem Kandidaten bleiben wird.

Eigentlich sollte schon im Mai ein neuer Präsident und Nachfolger für Hans Joachim Meyer gewählt werden, der seit zwölf Jahren an der Spitze des ZdK steht. Im Mai endete die Wahl aber mit einem Eklat: Die deutschen Bischöfe verweigerten dem Kandidaten, dem hessischen Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann, ihre Zustimmung. Er verzichtete auf eine erneute Kandidatur und unterstützt Alois Glück.

Brockmann hat die Organisation „Donum Vitae“ mitbegründet, die Schwangeren einen Beratungsschein ausstellt. Zudem hatte er sich kurz vor der Wahl im Mai für ein stärkeres Mitspracherecht des ZdK bei innerkirchlichen Entscheidungsprozessen ausgesprochen. Das gefiel einigen katholischen Würdenträgern nicht.

Auch Alois Glück gehört zu den Stiftern von „Donum Vitae“. Um einen Eklat wie im Mai zu verhindern, hat das ZdK schon im Vorfeld der Nominierung des neuen Kandidaten die Zustimmung der Bischöfe eingeholt. Man habe „zahlreiche Gespräche geführt, die erwarten lassen, dass die Deutsche Bischofskonferenz die Wahl bestätigen wird“, heißt es. clk

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