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Parchim in Mecklenburg-Vorpommern : Zwei Männer dringen mit Messer in Flüchtlingsheim ein

Zwei mit einem Messer bewaffnete Männer sind auf das Gelände einer Flüchtlingsunterkunft in Parchim in Mecklenburg-Vorpommern vorgedrungen.

Die Polizei ermittelt gegen zwei Männer, die am Dienstagabend betrunken und mit einem Messer auf den Hof der Flüchtlingsunterkunft eingedrungen waren.
Die Polizei ermittelt gegen zwei Männer, die am Dienstagabend betrunken und mit einem Messer auf den Hof der Flüchtlingsunterkunft...Foto: dpa

Mit einem Messer sind zwei betrunkene Männer in eine Flüchtlingsunterkunft in Parchim eingedrungen. Wie die Polizei mitteilte, verschafften sich die beiden am späten Dienstagabend Zutritt zu dem Gelände. Mehrere Bewohner der Unterkunft hielten sich zu diesem Zeitpunkt im Außenbereich auf und bemerkten, dass einer der Männer ein Messer mit einer 20,5 Zentimeter langen Klinge bei sich trug. Sie brachten sich in Sicherheit und informierten den Wachdienst. Verletzt wurde niemand.

Die beiden Männer ergriffen die Flucht, wurden aber kurze Zeit später von der Polizei gestellt und in Gewahrsam genommen. Ein Test ergab, dass beide über zwei Promille Alkohol im Blut hatten. Bei der Blutentnahme sollen sie fremdenfeindliche Kommentare geäußert haben.

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf

Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf, gegen beide wurden Strafverfahren wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Waffengesetz eingeleitet. Ein Polizeisprecher sagte der Nachrichtenagentur AFP, die Täter im Alter von 29 und 31 Jahren stammten aus der Gegend. Sie gehören demnach nicht der rechten Szene an, ein fremdenfeindlicher Hintergrund ihrer Tat sei aber nicht auszuschließen.

Erst in der Nacht zu Dienstag war im brandenburgischen Nauen eine als Notquartier für Flüchtlinge vorgesehen Turnhalle abgebrannt, die Polizei geht auch dort von Brandstiftung aus. In Mecklenburg-Vorpommern nahm die Polizei am Dienstag zwei Männer fest, die im Oktober 2014 ein bereits bewohntes Flüchtlingswohnhaus in Groß Lüsewitz im Landkreis Rostock mit Brandsätzen beworfen haben sollen. Ihnen wird versuchter Mord vorgeworfen. (dpa,AFP)


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