Rechte Gewalt : Polizei schützt Flüchtlinge in Freiberg mit Großaufgebot

200 Polizisten gegen 400 rechte Asylgegner - mit einem Großeinsatz im sächsischen Freiberg schützte die Polizei ankommende Flüchtlinge.

Demonstranten versuchen in Freiberg nach der Ankunft eines Sonderzugs mit Flüchtlingen, die Weiterfahrt in Bussen zu verhindern.
Demonstranten versuchen in Freiberg nach der Ankunft eines Sonderzugs mit Flüchtlingen, die Weiterfahrt in Bussen zu verhindern.Foto: Tom Wunderlich/dpa

Im mittelsächsischen Freiberg hat die Polizei am Sonntagabend etwa 700 Flüchtlinge mit einem Großaufgebot vor rund 400 rechten Asylgegnern schützen müssen. Die Demonstranten bewarfen einen Konvoi aus 13 mit Flüchtlingen besetzten Bussen sowie Fahrzeugen des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Polizei, wie die Polizeidirektion Chemnitz am Montag mitteilte. Dabei wurde ein Polizeifahrzeug beschädigt. Drei Beamte wurden bei den Krawallen im Verlauf des Abends verletzt.

Die Asylfeinde hatten sich abends am Bahnhof versammelt, wo ein Zug mit Flüchtlingen angekommen war. Mit mehreren Blockaden versuchten sie, die Abfahrt der Busse zu verhindern. Die Polizei musste die Blockaden räumen und dafür in einem Fall auch Pfefferspray und einen Schlagstock benutzen. Etwa 200 Beamte waren im Einsatz.

Weil sie Angriffe auf die Flüchtlinge befürchteten, begleitete die Polizei die Busse aus Freiberg hinaus. Dabei wurde der Konvoi angegriffen. Nachdem die Mehrzahl der Fahrzeuge den Bahnhof verlassen hatte, löste sich die Demonstration auf. Die Polizei nahm acht Strafanzeigen auf. Unter anderem hatte eine Person einen Schlaghandschuh getragen. Medienberichten zufolge wurden die Flüchtlinge in Asylunterkünfte nach Leipzig und Dresden gebracht. (epd)


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