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Sexismus-Debatte : Jenna Behrends: "Mir ging es nicht um Frank Henkel"

Die CDU-Nachwuchspolitikerin Behrends sagt, sie wolle auf Sexismus insgesamt aufmerksam machen, nicht auf einzelne Personen. Die Debatte wächst zu einer Schlammschlacht.

Die CDU-Nachwuchspolitikerin Jenna Behrends in Berlin.
Die CDU-Nachwuchspolitikerin Jenna Behrends in Berlin.Foto: Twitter Jenna Behrends

Die Sexismus-Debatte in der Berliner CDU wächst sich zu einer Schlammschlacht aus und erreicht die Bundespartei. Die Berliner CDU-Bezirksverordnete Jenna Behrends erklärte am Montag, es sei ihr bei den Vorwürfen „nicht um Frank Henkel, sondern die Situation insgesamt“ gegangen. Berliner CDU-Frauen wiederum hatten Behrends vorgeworfen, sie wolle durch den Angriff auf den ohnehin bald abtretenden Landeschef Henkel die eigene Karriere fördern.

Die Chefin der Frauen-Union im Kreisverband Mitte, Sandra Cegla, versicherte unterdessen an Eides statt, Behrends habe ihr in einem persönlichen Gespräch offenbart, dass sie ein Verhältnis mit CDU-Bundesgeneralsekretär Peter Tauber gehabt habe. Aus allen Gliederungen der CDU hieß es, man müsse die Debatte offen führen.

„Es ist gut und mutig, wenn Frauen das offen ansprechen“

Zuvor hatte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) Sexismus im Alltag und am Arbeitsplatz verurteilt. Sexistische Sprüche und sogenannte Herrenwitze seien „nicht nur altmodisch, sondern völlig inakzeptabel“, sagte die SPD-Politikerin am Montag. „Es ist gut und mutig, wenn Frauen das offen ansprechen.“

Die Berliner CDU-Politikerin Jenna Behrends hatte am Freitag in einem offenen Brief Sexismus-Vorwürfe gegen ihre Partei erhoben und damit eine Debatte über Sexismus in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft angestoßen.

Auch die Bundesregierung sprach sich gegen Sexismus aus. „Da, wo Frauen in unserer Gesellschaft noch immer herabgewürdigt werden als Frauen, da trifft das auf eine ganz klare Haltung, ablehnende Haltung durch die Bundesregierung“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. (Tsp/dpa)

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