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Spitzenkandidat der Grünen : Trittin will vermögende Sparer an künftigen Bankenrettungen beteiligen

Jürgen Trittin, Spitzenkandidat der Grünen, spricht sich dafür aus, dass zur Rettung einer Bank zunächst die Gläubiger und dann auch die Anleger herangezogen werden sollen. Kleinsparer hätten vor solch einer Regelung jedoch nichts zu befürchten.

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Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin.
Grünen-Spitzenkandidat Jürgen Trittin.Foto: dpa

Der Spitzenkandidat der Grünen, Jürgen Trittin, hält die Pläne von EU-Kommissar Michel Barnier zum Umgang mit drohenden Bankenpleiten für vernünftig. „Bevor der Staat eine Bank rettet, müssen zunächst die Gläubiger der Bank herangezogen werden, danach auch die Anleger“, forderte Trittin im Interview mit dem „Tagesspiegel am Sonntag“. Kleinsparer müssten sich vor einer solchen Regelung nicht fürchten, sagte der Chef der Grünen-Bundestagsfraktion. „Es gibt nicht so viele Menschen, die mehr als 100.000 Euro in bar auf der Bank liegen haben.“

In Hinblick auf die kommende Bundestagswahl sagte Trittin, SPD und Grünen stehe in den nächsten Monaten „ein harter Bergaufkampf“ bevor. „Wir werden beide zulegen müssen, damit es für Rot-Grün reicht. Die Kanzlerin ist für die schlechte Performance der Regierung verantwortlich. Das müssen wir den Menschen erklären.“ Die SPD versuche, das schlechteste Wahlergebnis ihrer Geschichte zu verbessern. „Mein Eindruck vom SPD-Parteitag ist, dass die SPD für sich ihre Themen und Inhalte setzt, damit das gelingen kann.“ Einer Koalition mit der Union erteilte Trittin eine Absage. „Wir wollen Angela Merkel ablösen. Den grünen Wandel bekommen wir nur mit der SPD hin.“

 

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