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Statistik : Bedrohung durch militante Rechtsextremisten nimmt zu

In diesem Jahr ist die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten auf mehr als 10.000 Personen gewachsen. Damit setzt sich ein länger zu beobachtender Anstieg fort, während sich für das braune Spektrum insgesamt ein gegenläufiger Trend bemerkbar macht.

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Die vom militanten Rechtsextremismus ausgehende Gefahr nimmt nach Informationen des Tagesspiegel weiter zu. In diesem Jahr sei die Zahl der gewaltorientierten Rechtsextremisten auf mehr als 10.000 gestiegen, teilten Sicherheitskreise mit. Bei einer vorläufigen Erhebung seien bundesweit 10.100 einschlägig aufgefallene Personen festgestellt worden. Im Jahr 2011 waren es noch 9800. Damit setzt sich der schon länger zu beobachtende Anstieg fort. Im Jahr 2010 hatte das Bundesamt für Verfassungsschutz 9500 gewaltorientierte Rechtsextremisten gemeldet.

Die aktuell 10.100 gewaltorientierten Rechtsextremen setzen sich zusammen aus parteiunabhängigen Neonazis sowie zumeist jüngeren, aktionsorientierten NPD-Mitgliedern und von den Sicherheitsbehörden als "subkulturell geprägt" bezeichneten Personen, das sind vor allem Skinheads und Anhänger brauner Musikszenen wie "NS-Hatecore" und "NS-Black-Metal". Bei den militanten Neonazis fallen weiterhin am stärksten die "Autonomen Nationalisten" auf, die als besonders aggressiv gelten und sich in Habitus und Aktionsformen an den linksextremen Autonomen orientieren.

Das rechtsextreme Spektrum insgesamt nimmt allerdings weiter ab. Das "Personenpotenzial" sei auf 22.100 Personen geschrumpft, hieß es in Sicherheitskreisen. 2011 wurden 22.400 gezählt, 2010 noch 25.000. Der Rückgang wird vor allem mit dem Ende der von älteren, meist passiven Mitgliedern dominierten DVU erklärt, deren Reste die NPD übernommen hat. Die NPD selbst kann aber von der im Jahr 2010 eingeleiteten "Verschmelzung" nicht profitieren. In diesem Jahr stagnierte ihre Mitgliederzahl bei knapp 6000.

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