Syrien-Konflikt : Hollande droht Assad mit Militärschlag

Frankreichs Präsident Hollande erhöht den Druck auf den syrischen Machthaber Assad: Er rief die Opposition zur Bildung einer Übergangsregierung auf - und drohte zugleich mit einer militärischen Intervention, sollte das Regime Chemiewaffen einsetzen.

Frankreichs Präsident Hollande verschärft den Ton gegenüber dem Regime in Damaskus.
Frankreichs Präsident Hollande verschärft den Ton gegenüber dem Regime in Damaskus.Foto: afp

Frankreichs Staatspräsident François Hollande hat die syrische Opposition zur Bildung einer Übergangsregierung aufgerufen. Paris werde eine derartige Interimsregierung anerkennen, sagte er am Montag in Paris. Zugleich drohte er wie zuvor US-Präsident Barack Obama mit einer militärischen Intervention, sollte Assad chemische Waffen einsetzen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon forderte unterdessen eine Untersuchung der jüngsten Berichte über ein Massaker in Syrien.
„Frankreich fordert die syrische Opposition auf, eine Übergangsregierung zu bilden“, sagte Hollande vor Hunderten französischen Diplomaten im Pariser Elysée-Palast. Diese Regierung könnte „die rechtmäßige Vertretung des neuen Syriens werden“. Frankreich wolle mit seinen arabischen Partnerstaaten zusammenarbeiten, um diesen Schritt zu beschleunigen, sagte er.

Video: Auch Hollande droht Assad

Die syrische Opposition gilt indes als tief gespalten und von Machtkämpfen gezeichnet. Daher ist fraglich, ob Hollandes Forderung in absehbarer Zukunft überhaupt möglich ist. Die wichtigste Oppositionsgruppe, der Syrische Nationalrat, arbeitet nach Angaben ihres Vorsitzenden Abdelbaset Sieda bereits an der Bildung einer Übergangsregierung. Ähnliche Pläne gibt es jedoch in anderen oppositionellen Gruppen, darunter die neue Allianz des langjährigen syrischen Oppositionspolitikers Haitham Maleh.

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