Teppich-Affäre : Staatsanwaltschaft will nicht gegen Niebel ermitteln

26.06.2012 20:25 Uhr
  • Der Mann mit der Mütze: Die Militär-Kappe hat Dirk Niebel (r.) immer im Gepäck - schließlich war er mal Fallschirmjäger. Foto: dpa
    Der Mann mit der Mütze: Die Militär-Kappe hat Dirk Niebel (r.) immer im Gepäck - schließlich war er mal Fallschirmjäger. - Foto: dpa
  • So bekleidet bekleidet der FDP-Mann das Amt, das er vor der Bundestagswahl 2009 eigentlich abschaffen wollte: Entwicklungshilfeminister. Foto: dpa
    So bekleidet bekleidet der FDP-Mann das Amt, das er vor der Bundestagswahl 2009 eigentlich abschaffen wollte: Entwicklungshilfeminister. - Foto: dpa
  • Ein Berg von deutschem Wohltäter: Niebel wird in Äthiopien im Ort Abdi Buch von Frauen begrüßt, die über die Stiftung "Menschen für Menschen" einen Mikrokredit erhalten haben, die Niebels Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt. Foto: dpa
    Ein Berg von deutschem Wohltäter: Niebel wird in Äthiopien im Ort Abdi Buch von Frauen begrüßt, die über die Stiftung "Menschen für Menschen" einen Mikrokredit erhalten haben, die... - Foto: dpa

Die Juristen sehen keinen Anfangsverdacht auf eine Straftat: Laut einem Bericht will die Staatsanwaltschaft Potsdam in der Teppich-Affäre nicht gegen Entwicklungsminister Dirk Niebel ermitteln.

Die Staatsanwaltschaft Potsdam wird wegen der Teppich-Affäre nicht gegen Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) ermitteln. Nach Informationen von „Spiegel online“ aus Ermittlerkreisen sehen die Juristen in Potsdam nach einer rund einwöchigen Prüfung keinen Anfangsverdacht auf eine Straftat und wollen deswegen kein formales Ermittlungsverfahren eröffnen. Die Staatsanwaltschaft wolle das Ergebnis ihrer Prüfung am Mittwochnachmittag öffentlich mitteilen, bis dahin lehnte ein Sprecher eine Stellungnahme ab.

Niebel hatte einen privat erworbenen Teppich in einem Flugzeug des Bundesnachrichtendienstes (BND) von Kabul nach Berlin transportieren lassen. Erst nach einer Anfrage durch den „Spiegel“ Anfang Juni hatte Niebel die gebührenpflichtige Einfuhr des Teppichs bei den deutschen Behörden angemeldet. Deswegen prüfte die Justiz, ob dies eine versuchte Steuerhinterziehung darstellen könne. (dapd)

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