Ukraine-Krise : OSZE: Wir brauchen Zugang

Der Vize-Chef der OSZE-Beobachter in der Ostukraine, Alexander Hug, über den Abzug schwerer Waffen aus den umkämpften Gebieten.

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Schwierige Misson: Ein OSZE-Beobachter in Donezk.
Schwierige Misson: Ein OSZE-Beobachter in Donezk.Foto: JOHN MACDOUGALL/AFP

Der stellvertretende Chef der OSZE-Mission in der Ukraine, Alexander Hug, fordert ungehinderten Zugang für die Beobachter zu den Gebieten im umkämpften Osten des Landes, aus denen schwere Waffen abgezogen werden sollen. "Durch beide Seiten wird uns der Zugang erschwert oder unmöglich gemacht. Deshalb sind wir in unserer Bewegungsfreiheit eingeschränkt", sagte er im Interview mit dem Tagesspiegel. Die von der OSZE am Donnerstag beschlossene Ausweitung des Mandats auf bis zu 1000 Beobachter hat demnach derzeit wenig praktischen Nutzen: "Ohne den Zugang machen 1000 oder auch 4000 Beobachter mehr nicht den Unterschied, weil sie dann alle blockiert werden", betonte Hug.

Im Separatistengebiet können die OSZE-Beobachter nach Angaben ihres stellvertretenden Leiters nur nach vorheriger Absprache ihre Aufgaben wahrnehmen. "Das beeinträchtigt natürlich die Objektivität unserer Berichterstattung in diesem Gebiet sehr stark", sagte Hug.

Eine Überwachung der ukrainisch-russischen Grenze kann die Mission derzeit gar nicht leisten. Allerdings haben die internationalen Experten in dieser Woche nach Angaben Hugs "Panzerraupenspuren über die Grenze gesehen, die relativ frisch waren". Dies ist offenbar ein Zeichen dafür, dass noch immer schweres Gerät aus Russland in die Ostukraine gelangt.

Das gesamte Interview mit Alexander Hug lesen Sie in der morgigen Samstagausgabe oder schon heute Abend ab 19.30 Uhr über unsere Apps.

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