• US-Bundesstaat South Carolina: Ku-Klux-Klan-Anhänger demonstrieren für umstrittene Südstaatenflagge

US-Bundesstaat South Carolina : Ku-Klux-Klan-Anhänger demonstrieren für umstrittene Südstaatenflagge

Nach den rassistisch motivierten Morden in einer Kirche in Charleston war die Konföderiertenflagge vom Parlament in South Carolina verbannt worden. Nun sind Anhänger des rassistischen Ku-Klux-Klan für die Flagge vor das Gebäude gezogen. Sie gerieten mit Gegendemonstranten aneinander.

Demonstranten und Gegendemonstranten beim Streit über die Südstaatenflagge in Columbia im US-Bundesstaat South Carolina dpa
Demonstranten und Gegendemonstranten beim Streit über die Südstaatenflagge in Columbia im US-Bundesstaat South CarolinaFoto: dpa/EPA/Erik S. Lesser

Anhänger des Ku-Klux-Klans und anderer rassistischer und gewaltbereiter Organisationen haben im US-Bundesstaat South Carolina für die umstrittene Konföderiertenflagge der Südstaaten demonstriert. Mehrere Dutzend Demonstranten zogen am Samstag zum Parlament in der Hauptstadt Columbia, wie die Zeitung "The State" berichtete. Der Protest verlief demnach weitgehend friedlich, es gab vereinzelt Auseinandersetzungen. Die Polizei war mit einem Großaufgebot im Einsatz.

Die Ku-Klux-Klan-Anhänger hielten dem Bericht zufolge auf den Stufen des Parlaments die Konföderiertenflagge hoch. Auch eine Hakenkreuzfahne sei gezeigt worden. Die Demonstranten wurden von Gegendemonstranten beschimpft und mit Wasserflaschen beworfen. Im Anschluss an die Demonstration kam es demnach zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Ku-Klux-Klan-Anhängern und Gegendemonstranten.

Mitte Juni hatte ein Attentäter aus rassistischen Motiven in einer afroamerikanischen Kirche in Charleston in South Carolina neun Menschen getötet, die zu einer Bibelstunde zusammengekommen waren. Der mutmaßliche Täter hatte auf einem Foto mit der Südstaatenfahne posiert. In einem im Internet verbreiteten Manifest äußerte der 21-Jährige rassistisches Gedankengut. Als Konsequenz war die Südstaatenflagge vor dem Parlament in Columbia verbannt worden.

Die Flagge der Konföderierten aus dem amerikanischen Bürgerkrieg - ein mit weißen Sternen besetztes blaues Andreaskreuz auf rotem Grund - ist auch heute noch an vielen Orten im Süden der USA gegenwärtig. Das Banner gilt einigen Bewohnern der Südstaaten als Symbol ihrer Geschichte und als Erinnerung an ihre Vorfahren. Allerdings vereinnahmten auch Organisationen wie der Ku-Klux-Klan die Flagge, die vor allem bei Afroamerikanern schmerzhafte Erinnerungen an ihre Diskriminierung wach hält. (AFP)

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