Verbraucherschutz : SPD will Schadstoffe aus Spielzeug verbannen

12.08.2012 15:02 Uhr
Die Bundesregierung streitet sich mit der EU um Schadstoff-Grenzwerte in Kinderspielzeug. Foto: dapd
Die Bundesregierung streitet sich mit der EU um Schadstoff-Grenzwerte in Kinderspielzeug. - Foto: dapd

Die SPD-Verbraucherpolitikerin Elvira Weiß fordert ein striktes „Verbot aller chemischen und hormonellen Stoffe“ in Spielwaren. Aus dem Bundeswirtschaftsministerium heißt es, die Sicherheit von Spielzeug habe höchste Priorität.

Elvira Drobinski-Weiß, verbraucherpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, fordert ein striktes „Verbot aller chemischen und hormonellen Stoffe“ in Spielwaren. Was bislang passiert sei im Umgang mit einer neuen EU-Richtlinie, die Mitte 2013 in Kraft tritt, reiche nicht aus. Zwar hat die Bundesregierung Klage vorm Europäischen Gerichtshof eingereicht, um die Herabsetzung von Schadstoffe-Grenzen im Spielzeug zu verhindern. Doch: „Die Klage hätte viel früher kommen müssen“, sagte Drobinski-Weiß dem Tagesspiegel.

 

Das Bundeswirtschaftsministerium weist diese Kritik zurück: „Die Sicherheit von Spielzeug hat für die Bundesregierung höchste Priorität“. Man setze sich „intensiv für eine weitere Verbesserung der Grenzwerte des chemischen Teils der Spielzeugrichtilinie ein“, sagte ein Ministeriumssprecher dem Tagesspiegel.

 

 

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