Völkermord in Armenien : Syrisch-Orthodoxe Kirche wendet sich an Joachim Gauck

In einem offenen Brief an Bundespräsident Joachim Gauck, Bundestagspräsident Norbert Lammert und Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die syrisch-orthodoxe Kirche in Deutschland die politische Anerkennung des Völkermords an Armeniern und syrischsprachigen Christen im Osmanischen Reich gefordert.

Debatte um den Völkermord in Armenien.
Debatte um den Völkermord in Armenien.Foto: dpa

In dem Schreiben, das dem Tagesspiegel vorliegt, zeigt sich das Oberhaupt der Kirche, Partriarch Ignatios Aphrem II, „sehr erstaunt“, dass der Begriff „Völkermord“ aus politischen Gründen vermieden werden werden solle.
Der Patriarch appellierte an das Gewissen des deutschen Volkes, seine Augen nicht vor der Wahrheit zu verschließen. Dem ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts seien 1,5 Millionen Armenier und 500000 syrischsprachige Christen zum Opfer gefallen. Klöster, Kirchen, Dörfer und Häuser seien systematisch ausgelöscht worden.
Wer diesen Völkermord leugne, beteilige sich „an der Vollendung des bösen Plans der Täter“, schreibt das Kichenoberhaupt weiter. Bundespräsident Gauck, Bundestagspräisdent Lammert und Kanzlerin Merkel seien als höchste Repräsentanten Deutschlands dazu aufgerufen, mit der Anerkennung des Völkermords an Armeniern und syrischsprachigen Christen „den Beweis zu liefern, dass die Werte der Demokratie überall auf der Welt und nicht selektiv verteidigt und gestärkt werden müssen.“

Den gesamten offenen Brief im englischen Original können Sie hier als pdf herunterladen.

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