Vor dem TV-Duell der US-Präsidentschaftskandidaten : Obama und Romney Aug' in Aug'

Heute stehen sich die US-Präsidentschaftskandidaten erstmals im TV-Duell gegenüber. Wer hat die bessere Ausgangsposition – Barack Obama oder Mitt Romney?

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Mitt Romney fordert Barack Obama heraus. Am Mittwochabend findet das erste TV-Duell der beiden US-Präsidentschaftskandidaten statt.
Mitt Romney fordert Barack Obama heraus. Am Mittwochabend findet das erste TV-Duell der beiden US-Präsidentschaftskandidaten...Foto: AFP

Der Republikaner Mitt Romney hat den schwierigeren Part. Er liegt zurück, seit vier Wochen arbeitete der Trend gegen ihn. Barack Obama hat mehr Rückenwind aus dem Parteitag der Demokraten Anfang September mitgenommen als Romney in der Woche zuvor aus dem Treffen der Republikaner. Der Präsident führt jetzt im Schnitt der Umfragen mit 4,3 Prozentpunkten. Diese Dynamik beeinflusst auch die Aussichten für den Kongress, der parallel zum Präsidenten am 6. November gewählt wird. Die Chancen der Republikaner, zusätzlich zu ihrer Mehrheit im Abgeordnetenhaus auch die im Senat zu erobern, sinken.

Romney steht unter Druck, den Trend zu wenden. Er muss angreifen, um Obama aus der Reserve zu locken und zu einem Fehler zu verleiten. Gleichzeitig darf Romney aber nicht zu aggressiv auftreten, denn auch im Ringen um die Sympathiewerte liegt er hinter Obama. Der Präsident kann weit ruhiger in das Rededuell am Mittwochabend gehen. Es genügt, dass ihm kein grober Patzer unterläuft.

TV-Duell in den USA
Am Mittwochabend stehen sich die US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und Barack Obama im TV-Duell gegenüber.Weitere Bilder anzeigen
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03.10.2012 09:01Am Mittwochabend stehen sich die US-Präsidentschaftskandidaten Mitt Romney und Barack Obama im TV-Duell gegenüber.

Die Präsidentenwahl entscheidet sich aus heutiger Sicht in sieben „Swing States“: Colorado, Florida, Iowa, Nevada, New Hampshire, North Carolina und Virginia. Dort führen beide Kandidaten einen intensiven und erbitterten Wahlkampf. Am Wochenende haben sie ihren Reisemarathon unterbrochen, um für die Debatte zu üben. Obama hat sich nach Henderson, Nevada, zurückgezogen. Senator John F. Kerry übernimmt in den Trainingssitzungen die Rolle von Mitt Romney. Er hat eine ähnliche Statur wie der Republikaner und soll den Präsidenten mit vergleichbarer Schärfe provozieren, wie das Wahlkampfteam dies für Mittwoch in der realen Debatte erwartet. Die Berater haben dicke Drehbücher mit mutmaßlichen Angriffen Romneys vorbereitet. Für den Präsidenten ist es schwieriger, Zeit für das Debattentraining freizuschlagen und auch freizuhalten. „Die Welt hört nicht auf, sich zu drehen“, sagt seine Wahlkampfsprecherin Jen Psaki. Mehrfach musste Obama eine geplante Übungssitzung verkürzen und zu aktuellen Ereignissen Stellung nehmen, zum Beispiel als kürzlich drei US-Diplomaten in Libyen ermordet wurden.

Auch Romney bereitet sich seit Wochen vor, teils in seinem Wahlkampfhauptquartier in Boston, teils in seinem Sommeranwesen am Ufer des Lake Winipesaukee in Wolfeboro, New Hampshire. Senator Robert Portman aus Ohio spielt Obama. Auch Romney möchte realitätsnah üben, seine Angriffe auf Obama souverän vorzutragen und selbst die Ruhe zu bewahren, wenn der Präsident ihn wegen seines Reichtums und seiner geringen Steuerquote attackiert.

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