Politik : Westerwelle gibt Fehler zu Wiederwahl zum FDP-Chef mit schlechterem Ergebnis als 2001

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Bremen (mue). FDPChef Guido Westerwelle ist auf dem Bremer Parteitag mit 79,8 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden. 2001 in Düsseldorf hatte er 88,9 Prozent bekommen. Nach der Krise der vergangenen Monate hatte er mit einem Dämpfer gerechnet. Westerwelle zeigte sich in seiner Rede selbstkritisch. Vor der Wahl 2002 seien Fehler gemacht worden, „die ich als Parteivorsitzender zuallererst immer zu verantworten habe“. Im Nachhinein „weiß man vieles besser“. Man lerne und mache es anders, sagte er mit Blick auf „Überdrehungen“ im Wahlkampf. Indirekt rechnete er mit Jürgen Möllemann ab. Er habe „zu sehr vertraut, und vielleicht zu lange“, gestand Westerwelle. Beim Versuch, Wähler zu gewinnen, „gehen wir nicht ins Trübe“, betonte er. Er werde nicht zulassen, dass die Religion eines anders Denkenden Thema der FDP werde.

Die Landeschefs Rainer Brüderle (Rheinland-Pfalz), Andreas Pinkwart (Nordrhein-Westfalen) und Walter Döring (Baden-Württemberg) wurden zu Stellvertretern Westerwelles gewählt, wobei Döring im ersten Anlauf durchfiel.

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