0:0 beim TSV 1860 München : 1. FC Union holt einen Punkt für die Moral

Eine Halbzeit lang zeigt der 1. FC Union eine starke Leistung bei 1860 München. Am Ende müssen die Berliner froh sein, dass es zu einem Remis reicht.

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Gary Kagelmacher im Zweikampf mit Unions Maximilian Thiel.
Gary Kagelmacher im Zweikampf mit Unions Maximilian Thiel.Foto: dpa

Die Fußballer des 1. FC Union sehnten den Abpfiff herbei. Als die dreiminütige Nachspielzeit in der Partie bei 1860 München herum war, klatschten sich die Berliner angesichts des 0:0 gegenseitig ab. Oben auf der Tribüne dürfte auch Präsident Dirk Zingler über das Teilgeschenk zu seinem 51. Geburtstag zufrieden gewesen sein.

Im vierten Meisterschaftsspiel dieser Saison brachten die Berliner zwar erneut keinen dreifachen Punktgewinn zustande, doch angesichts der Dezimierung ihrer Mannschaft nach einer Stunde war die Enttäuschung darüber weitaus geringer als nach den beiden Heim-Unentschieden gegen Fortuna Düsseldorf (1:1) und den 1. FC Kaiserslautern (2:2). „Wir müssen im Endeffekt damit leben. Für unsere Moral war es ganz wichtig, dass wir auch zu null spielen können. Gerade nach den vielen Gegentoren in den ersten Spielen“, sagte Verteidiger Michael Parensen.

Vor 20 300 Zuschauern im Münchner WM-Stadion war Unions Innenverteidiger Benjamin Kessel nach einer Attacke im Strafraum an Rubin Okotie von Schiedsrichter Thorsten Schriever wohl nicht zu Unrecht vom Platz gestellt worden. Allerdings hätte Okotie zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr auf dem Rasen stehen dürfen. Der bereits gelb-verwarnte Angreifer der Löwen hatte 120 Sekunden zuvor im Duell mit Torwart Daniel Haas versucht, einen Elfmeter zu schinden. Doch Gelb-Rot für die Schwalbe blieb aus. Glück im Unglück für die Köpenicker war, dass der frühere Cottbuser Daniel Adlung den Strafstoß an den rechten Pfosten setzte.

Die Union-Elf, bei der überraschend Eigengewächs Eroll Zejnullahu auf der Sechser-Position auflief und Routinier Stephan Fürstner auf die Bank verdrängte, brachte das Remis fast problemlos über die Zeit.

Trainer Norbert Düwel war zufrieden. „Ich bin einfach nur stolz auf die Leistung, die die Mannschaft ablieferte. Wir hatten in der ersten Hälfte ein richtig gutes Spiel nach vorn“, sagte der 47-Jährige. „In der zweiten Hälfte haben wir eine sehr kämpferische und disziplinierte Leistung gezeigt.“

Erfreuliches gibt es auch von Benjamin Köhler zu vermelden. Der vom Krebs geheilte Mittelfeldspieler weilte am Freitag zu einem Gesundheitscheck an der Uniklinik Heidelberg. Die Werte seien gut, berichtete Köhler, der eventuell schon in dieser Woche mit individuellen Trainingseinheiten beginnen könnte.

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