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0:1 gegen Spanien : Deutsche U21 verpasst das EM-Halbfinale

09.06.2013 23:02 UhrVon Stefan Osterhaus
Hilfe, der Ball. Christian Clemens scheint regelrecht erschrocken von der Begegnung mit dem Spielgerät.Bild vergrößern
Hilfe, der Ball. Christian Clemens scheint regelrecht erschrocken von der Begegnung mit dem Spielgerät. - Foto: AFP

Deutschlands U-21-Fußballer verlieren auch das zweite EM-Spiel in Israel mit 0:1 und verpassen damit das Halbfinale.

Wie anfällig sie für späte Tore sind, das hatte die deutsche U-21-Nationalelf schon im Auftaktmatch bei der EM gegen Holland gezeigt: In der 90. Minute verlor sie da das Spiel, so dass der Begegnung gegen Spanien schon der Charakter eines Endspiels zukam. Und auch gestern Abend gaben die Deutschen das Spiel spät aus der Hand: In der 86. Minute erzielte der eingewechselte Alvaro Morata das 1:0 für den Favoriten – und besiegelte damit das vorzeitige Aus für die Deutschen. Fürs abschließende Spiel am Mittwoch gegen Russland hat die Mannschaft von Trainer Rainer Adrion nur noch bescheidene Ziele. „Wir wollen uns nicht blamieren“, sagte Kapitän Lewis Holtby.

Für den Berliner Pierre-Michel Lasogga ist das Turnier sogar schon vor der abschließenden Gruppenbegegnung beendet. Anders als gegen die Niederlande stand der Stürmer von Hertha BSC diesmal nicht in der Startelf, erst nach etwas mehr als einer Stunde wurde er eingewechselt. Nicht mal zehn Minuten später sah Lasogga seine zweite Gelbe Karte im Turnier – und ist damit fürs nächste Spiel gesperrt.

Für den Berliner lief Kevin Volland im Angriffszentrum auf, der verletzte Peniel Mlapa wurde vom Kölner Christian Clemens vertreten. Mit Volland hatte die spanische Defensive zumindest hin und wieder Probleme. Zwei Mal wurde er in Strafraumnähe gefoult, doch Lewis Holtby und Clemens vergaben die Freistöße aus bester Position. Die beste Torchance hatten die Spanier: Oliver Sorg verlor an der Strafraumgrenze den Ball, Thiago Alcantara traf mit seinem Schluss nur den Pfosten. Nun zeigte sich, welche ungewöhnliche Klasse die spanische Mannschaft besitzt. Der Titelverteidiger hatte vor allem Sorg als Schwachstelle ausgemacht. Nahezu jeder Angriff wurde über seine Seite vorgetragen – dass dabei Malagas Spielgestalter Isco häufiger seinen Weg kreuzte, machte die Sache nicht einfacher: Das Duell der beiden prägte die erste Hälfte. Der Gewinner hieß, fast immer, Isco.

„Spanien war klar besser, wir haben verdientermaßen verloren“, sagte Kapitän Holtby. Wäre die Innenverteidigung nicht besser disponiert gewesen als Sorg, hätten die Spanier zur Pause längst führen können. Das bessere Team waren sie zu diesem Zeitpunkt ohne Frage.

Die zweite Hälfte war ein Spiegelbild der ersten: Unverändert schickte Trainer Adrion seine Mannschaft aufs Feld, weil er womöglich wie gegen die Niederländer auf eine Steigerung in der zweiten Hälfte hoffte. Dass diese Steigerung ausblieb, lag daran, dass die Niederländer keinen Spieler vom Format eines Isco hatten. Dessen Zuspiele kamen nun immer häufiger an, und so wurde der erst 19 Jahre alte Freiburger Matthias Ginter zum besten deutschen Spieler. Die Abgeklärtheit, mit der er als Innenverteidiger spielte und selbst unter großer Bedrängnis stets eine Lösung fand, war beeindruckend. Adrion brachte nach etwas mehr als einer Stunde Lasogga, doch der Berliner hatte keine Gelegenheit, seine Torjägerqualitäten zu zeigen. Anders als bei den Spaniern Morata, der schon gegen Russland spät zum 1:0 getroffen hatte.

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