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0:3 in Heidenheim : Union Berlin rutscht ab

Der 1. FC Union hat den Sprung auf einen Aufstiegsplatz verpasst. Gegen den direkten Verfolger setzte es in Heidenheim eine deutliche 0:3-Niederlage.

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Hängende Köpfe bei den Spielern aus Berlin.
Hängende Köpfe bei den Spielern aus Berlin.Foto: Imago

Rund 550 Meter über dem Meeresspiegel liegt die Arena des Zweitligisten 1. FC Heidenheim. Es ist damit das höchstgelegene Profistadion Deutschlands. Dort wollte der 1. FC Union Berlin am Freitag seinen jüngsten Höhenflug fortsetzen. Die Heidenheimer hatten allerdings etwas dagegen. Sie gewannen mit 3:0 (1:0) und fügten den Berlinern die höchste Saison-Niederlage zu.

Kein Wunder, dass die Union-Spieler wie entgeistert nach dem Anpfiff vor dem Block der mitgereisten Union-Fans standen. Von dort gab es aber keine Pfiffe oder Schmähungen. Die Anhänger sagen von internationalen Spielen, die Union irgendwann einmal wieder erreichen würde. Auch andere Gesänge dürften die Kicker ein bisschen aufgemuntert haben.     

Die Unioner selbst sahen ihre Leistung durchaus selbstkritisch. Vier Tage nach dem 2:0-Erfolg gegen Eintracht Braunschweig fehlte einfach der Pepp. „Wir haben von Anfang nicht ins Spiel gefunden. Wir hatten vorn nicht so richtig Durchschlagskraft und keine richtigen Chancen“, sagte Kapitän Felix Kroos. „Von daher haben wir verdient verloren. Und wenn man gegen eine solche kompakte Mannschaft zurückliegt, wird es schwer.“

Union wurde offensiv nie wirklich gefährlich

Vor 12 300 Zuschauern brachte der Ex-Cottbuser Tim Kleindienst die Heidenheimer praktisch aus dem Nichts mit einem Schuss in die rechte kurze Ecke in Führung (34.). Nach der Pause wollte Union die Partie drehen. Doch nach nicht einmal einer Stunde gab es für die Gäste den doppelten K.o.-Schlag. Mittelfeldspieler Dennis Daube foulte Robert Strauß im Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Marc Schnatterer sicher zum 2:0. Zudem schied Daube, der sich die Schulter ausgekugelt hatte, auch noch verletzt aus.

Union wurde im Anschluss offensiv nie wirklich gefährlich. Heidenheim dagegen zog weiter durch, nutzte aber erst in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Ben Halloran die Möglichkeit zum 3:0-Endstand. „Es war ein hochverdienter Sieg der Heidenheimer. Ich brauche nicht so viel analysieren. Wir waren von Anfang an nicht im richtig im Spiel. Heute hat in vielen Bereichen die Bereitschaft gefehlt. Aber solche Spiele gibt es nun mal“, sagte Union-Trainer Jens Keller.   

Die erfolgreiche Startelf vom Heimsieg gegen Braunschweig musste Keller auf einer Position ändern. Abwehrchef Toni Leistner war nicht mit nach Heidenheim gereist. Seine Frau Josefin erwartet ein Kind. Die Tochter der Leistners sollte eigentlich erst am 16. Dezember zur Welt kommen. Die Kleine hatte es offensichtlich aber ein bisschen eiliger. Ob sie noch am Spieltag geboren wurde, stand bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe nicht fest. Für Leistner rückte Fabian Schönheim in die Innenverteidigung. Ob es mit Leistner in Heidenheim besser gelaufen wäre, ist rein spekulativ. Auf alle Fälle war es ein gebrauchter Abend für alle seine Mitspieler. 

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