1. FC Union Berlin : Ohne Winterspeck ins neue Jahr

Unions Trainer Jens Keller war zum Trainingsauftakt mit den äußeren Bedingungen nicht zufrieden - wohl aber mit dem Gewicht seiner Spieler.

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Hütchenaufsteller: Trainer Jens Keller überzeugte mit Union in der Hinrunde.
Hütchenaufsteller: Trainer Jens Keller überzeugte mit Union in der Hinrunde.Foto: dpa

Elf Fans des 1. FC Union trotzten dem nasskalten Wetter in Köpenick. Nur unter dem Dach der Spielerbank in der kleinen Zuschauerbox oder dick eingehüllt in Jacken war das erste Training des Jahres des Fußball-Zweitligisten auszuhalten. Glücklicherweise machte Trainer Jens Keller schon nach 75 Minuten Schluss. Vor dem Mediengespräch wärmte sich der 46-Jährige erst einmal unter der Dusche. „Das Wetter war eine Katastrophe. Es war so kalt. Das ist nicht optimal“, sagte Keller.

Mit dem Zustand seiner Akteure nach dem Jahreswechsel zeigte sich Keller aber zufrieden. Nicht ein einziger Kicker hatte die erlaubte Gewichtszunahme in Höhe eines Kilogramms überschritten. Allerdings konnten nur 26 Akteure beim Auftakttraining dabei sein. Routinier Benjamin Köhler fehlte weiterhin wegen Knieproblemen. Köhler will es erst nach dem Trainingslager in Oliva Nova in Spanien (9. bis 18. Januar) mit dem Lauftraining versuchen. Mittelfeldspieler Dennis Daube lauschte der rund vierminütigen Kabinenansprache Kellers, konnte aber nach seiner Schulter-Operation im Dezember noch nicht mitwirken. Der gebürtige Hamburger fällt laut Keller noch drei bis fünf Monate aus.

Viel schneller soll es bei Philipp Hosiner gehen. Der Stürmer, der sich Mitte Dezember einen einseitigen Lungenkollaps zugezogen hatte, konnte zumindest schon wieder zusammen mit Physiotherapeut und Reha-Trainer Hendrik Schreiber locker 40 Minuten durch die Wuhlheide traben. „Wir bauen ihn in dieser Woche auf und hoffen, dass er am Montag im Trainingslager eventuell einsteigen und einen Großteil schon mitmachen kann“, sagte Keller. „Die Lunge soll sehr gut aussehen und alles gut vernarbt sein. Ich hoffe, sein Rückstand ist nicht allzu groß.“

Einen Neuzugang gab es bisher nicht. Dass der Stuttgarter Linksverteidiger Philip Heise ein Thema sein könnte, wollte Keller nicht bestätigen. Nur wenn man die Möglichkeit habe, einen Top-Mann oder ein Schnäppchen bekommen zu können, werde man das tun, erklärte Keller. Ansonsten würde er seiner konkurrenzfähigen Mannschaft vertrauen.

Am Dienstagmittag sah es auch nicht danach aus, dass neben dem zum Drittligisten Holstein Kiel ausgeliehenen Linksverteidiger Christopher Lenz ein weiterer Union-Kicker den Verein verlassen könnte. „Wir haben keine Anzeichen, dass es anders sein sollte. Ich gehe davon aus, dass alle dableiben“, meinte Keller.

Am heutigen Mittwoch steht ein Laktattest auf dem Programm. Am Samstag (14 Uhr) findet dann das erste Testspiel des Jahres beim Viertligisten Babelsberg 03 statt.

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