2:0 gegen Wolfsburg : Mainz zeiht mit den Großen mit

Vor einer Woche noch als starker Debütant gefeiert, heute als Rotsünder vom Platz, Luis Gustavo trägt zur Niederlage seiner Wolfsburger bei Mainz 05 bei, die damit den dritten Sieg im dritten Spiel holen.

Reinhard Sogl

Mainz – Am Donnerstag hatte Luiz Gustavo erklärt, nie „ein Treter“ gewesen zu sein. Drei Tage später bekräftigte der für 15 Millionen Euro von Bayern München zum VfL Wolfsburg transferierte Brasilianer beim Gastspiel in Mainz das Gegenteil. Der Mittelfeldspieler sah nach einem taktischen Foul Gelb-Rot. Damit schwand die Hoffnung des VfL, den 0:1-Rückstand durch Eric Maxim Choupo-Motings Tor noch aufholen zu können. Stattdessen nutzten die Gastgeber die Überzahl zum 2:0-Endstand durch Nicolai Müller.

Während der FSV Mainz damit auch sein drittes Saisonspiel gewann, unterlagen die Wolfsburger zum zweiten Mal auswärts und wie schon in Hannover nach Platzverweis. „Wir müssen zusehen, dass wir auswärts nicht immer in Unterzahl spielen, sonst gewinnen wir kein Spiel“, sagte Trainer Dieter Hecking. Sein Ärger richtete sich nicht gegen Gustavo, sondern gegen Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, der nach Meinung Heckings mit zweierlei Maß gemessen habe. Dennoch wollte er nicht als schlechter Verlierer dastehen: „Wir haben verdient verloren, weil uns zwei entscheidende Fehler unterliefen.“

Beim ersten Lapsus stimmte die Zuordnung nicht, als nach einer Ecke von Johannes Geis Innenverteidiger Bo Svensson per Kopf auf Choupo-Moting zurücklegte. „Damit wäre das Spiel noch nicht gelaufen gewesen, aber zu zehnt war es dann gegen clevere Mainzer zu schwer“, sagte VfL-Manager Klaus Allofs. Als Geis noch mit einem klasse Pass Nicolai Müller bediente, ließ sich der Torjäger diese Chance nicht entgehen. Reinhard Sogl

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