2:1 gegen Real Madrid : Gomez schießt Bayern zum Sieg

Der FC Bayern München schlägt Real Madrid im Halbfinal-Hinspiel der Champions League und hat so eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel. Der Siegtreffer für den deutschen Rekordmeister fällt spät.

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Es ist geschafft. Bayern München bezwingt Real Madrid im Halbfinale der Champions-League nach einem packenden Elfmeterschießen.Weitere Bilder anzeigen
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25.04.2012 23:32Es ist geschafft. Bayern München bezwingt Real Madrid im Halbfinale der Champions-League nach einem packenden Elfmeterschießen.

Was ist nun real? Real ist, dass der FC Bayern München am Mittwoch im ersten Spiel des Halbfinals der Champions League 2:1 gespielt hat. Real ist dabei auch, dass er über weite Strecken die tonangebende, die Spiel bestimmende Mannschaft war,  ja, man kann sagen, durchaus auch Herr im eigenen Haus war. Und real ist auch, dass sie dabei dem Gegner trotzten, der seit 20 Pflichtspielen in Folge nur gewonnen hatte. Das ist alles real, und dramatisch war es auch, weil Mario Gomez erst in letzter Minute zum Siegtor kam. Aber ist es auch realistisch, anzunehmen, dass diese Ausgangslage reichen wird, um in der kommenden Woche im Rückspiel gegen Real Madrid in dessen Santiago de Bernabeu-Stadion den Einzug ins Finale zu schaffen? Das findet am 19. Mai in München statt, aber dass sie selber nur als Zuschauer dabei sein könnten, haben nicht nur ausdauernde Skeptiker und nörgelnde Miesmacher in Betracht gezogen und tun es immer noch.

Den ganzen Tag schon hatte eine merkwürdig ruhige Stimmung über der Stadt gelegen. Kaum Gesänge waren zu hören, kein Optimismus, gerade so, als ginge der Fürchtegott um. Und die örtlichen Blätter raunten, dass ein 0:0 doch schon ein recht feines Ergebnis sei gegen ein Team, das in dieser Saison in Meisterschaft, Pokal und Champions League bereits 143 Tore erzielt hatte. Und es dauerte auch lediglich sieben Minuten, bis Real die Ängste rechtfertigte und erstmals furchtsam auftrat. Özil hatte Badstuber und Gustavo laienhaft aussehen gelassen, zu Benzema gepasst, und der benötigte schon einen meisterhaften Neuer, um nicht die Führung zu erzielen.

Andererseits war das auch eine Art Erweckungsbewegung, die Bayern versuchten in der Folge auch mal ins Spiel zu kommen. Erst untauglich, als Ribery in der 15. Minute sehr offensichtlich einen unberechtigten Elfmeter schinden wollte, dann sehr tauglich, als eben dieser Ribery zwei Minuten später einen Abpraller von Sergio Ramos nach Ecke von Toni Kroos zur Münchner Führung einschoss. Das heißt, so ganz tauglich war die Situation auch nicht, Gustavo stand nämlich eindeutig im Abseits, als Ribery traf. Der Schiedsrichter hatte das nicht gesehen. Und das Wunschergebnis war schon mal dahin.

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